Erstellt am 06. April 2011, 00:00

Zwei sind sicher nicht dabei. DISKOBUS / Die dritte Gemeinde, Neuhaus/Klausenbach, behandelte den Diskobus noch nicht im Gemeinderat. SPÖ möchte in der nächsten Sitzung Antrag einbringen.

VON CARINA GANSTER

BEZIRK JENNERSDORF / Eines steht seit vergangenem Freitagabend fest, der Bezirk Jennersdorf wird schon bald einen Diskobus bekommen. Mit dem Beschluss im Mogersdorfer Gemeinderat wurde die 70 Prozent Hürde genommen. Der Startschuss soll noch im Mai folgen. Einen Haken hat die ganze Geschichte, denn der Bus wird nicht in jeder Gemeinde des Bezirks Halt machen. Grund dafür ist, dass die Gemeinderäte in Heiligenkreuz und der Bezirkshauptstadt Jennersdorf gegen die Einführung des Busses gestimmt haben. In Neuhaus am Klausenbach war der Diskobus bislang noch kein Thema in Gemeinderat. Grund dafür ist, dass die SPÖ-Fraktion noch keinen Antrag eingebracht hat. „Wir werden in dieser Woche noch mit der Bürgerliste verhandeln und dann entscheiden, ob wir einen Antrag in den Gemeinderat einbringen oder nicht“, erklärt SPÖ-Ortsparteivorsitzender Reinhard Mund.

Im Vorfeld der Diskobuseinführung gab es in jeder Gemeinde des Bezirks entsprechende Umfragen unter den Jugendlichen (16 bis 24-Jährige). Die Rückmeldungen erfolgten in den einzelnen Gemeinden ganz unterschiedlich (siehe Infobox unten).

Kurzum wurde, obwohl vorerst nur drei Gemeinden (inklusive Neuhaus am Klausenbach, wo die Entscheidung aussteht) nicht am Projekt mitmachen, entschieden, dass der Diskobus umgesetzt wird. Die Kosten der jeweiligen Gemeinden werden anhand der Einwohner berechnet und bewegen sich zwischen 1,40 und 2 Euro pro Person und Fahrt. „Genaue Berechnungen und auch der endgültige Fahrplan sind zur Zeit in Arbeit“, erklärt Initiator und Landtagsabgeordneter Mario Trinkl (SPÖ). Zwei Gemeinden, Eltendorf und Mogersdorf, haben zwar die Teilnahme beschlossen, werden letztendlich aber nur mitmachen, wenn der Fahrtpreis nicht höher als 1,40 Euro ist.

Eine kräftige Finanzspritze kommt auch von den beiden großen steirischen Diskotheken „MCM“ und „Baby‘O“. „Die beiden Diskotheken werden zwischen 5.000 und 10.000 Euro zum Diskobusprojekt im Bezirk dazuzahlen“, weiß Trinkl. Auch das Land Burgenland fördert das Unternehmen Diskobus mit rund 70 Prozent. Vorerst wird der Diskobus bis Ende des Jahres fahren.