Erstellt am 08. Oktober 2015, 11:27

von Carina Ganster

Zweiter Runder Tisch: Uhudler vor Rettung. Direktträger „Delaware“ soll in die Weinbauverordnung aufgenommen werden. Rodungen sind vorerst vom Tisch.

 |  NOEN, BVZ
Der zweite Runde Tisch zum Thema Uhudler brachte erste Lösungsansätze, um ein EU-Verbot von bestimmten Trauben zu verhindern. Ebenfalls präsentiert wurden die ersten Zwischenergebnisse von mehreren Gutachten, die in den vergangenen Wochen erstellt wurden.

Konkret stützen sich die Hoffnungen der Winzer auf die Delawaretrauben, denn der Anbau der „Delaware“ soll über die burgenländische Weinbauverordnung ermöglicht werden. Diese Direktträger-Sorte hat Anteile und Verwandtschaft mit Vitis vinifera – der Edelsorte des Weins.

„Die Verwandtschaft mit der Edelsorte des Weins stellt einen neuen Umstand da, der ganz andere rechtliche Rahmenbedingungen schafft“, erklärte Walter Flak, Direktor des Bundesweinbauamtes.

Trauben werden genetisch untersucht

„Mit der Aufnahme einer Klassifizierung dieser Traube in der Weinbauverordnung verstoßen wir gegen kein EU-Recht. Das heißt, hier gibt es kein Auspflanzungsverbot mehr und auch kein Ende der Uhudlerreben mit 2030. Bestehende Uhudler Weingärten, die Delaware gepflanzt haben, müssen somit auch nicht gerodet werden. Hier werden gerade genetische Untersuchungen an den Trauben angestellt“, erklärte Rechtsexperte Werner Dax.

Betreffend der offiziell verbotenen Rebsorten will Agrarlandesrätin Verena Dunst, gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, weiterhin auf europäischer Ebene Verhandlungen führen.

Dunst kündigte auch an, eine Marketing- und Tourismuskampagne unter dem Namen „Uhudler Land“ zu starten. Dadurch soll die Marke Uhudler weiterhin gestärkt werden. Am Samstag wird auch das Uhudler-Kompetenzzentrum in der Kellergasse Heiligenbrunn eröffnet.