Erstellt am 28. Juni 2015, 06:39

1,2 Millionen Besucher am zweiten Tag des Donauinselfests. Massenauflauf auch am zweiten Donauinselfest-Tag: Nach 1,1 Millionen zum Auftakt fanden am Samstag gar 1,2 Mio. Besucher den Weg auf das 4,5 Kilometer lange dauerbeschallte Open-Air-Areal. Die Highlights des Bespaßungs-Marathons waren diesmal Anastacia und Wanda.

 |  NOEN, APA

Die US-Sängerin Anastacia arbeitete sich durch einen Querschnitt ihres rund eineinhalb Jahrzehnte währenden Schaffens. Sie setzte auf Chartserfolge a la "I'm outta love", "One day in your life" oder "Paid my dues" ebenso wie auf Referenzen von Vorbildern, die da wären: AC/DC und Foo Fighters. Letzteren zollte Anastacia mittels Cover von "Best of you" Tribut. Guns N' Roses erwies die so gut wie immer mit Sonnenbrille auftretende Amerikanerin via T-Shirt die Ehre.

Für eine Art Verkehrsstau sorgte die wahrscheinlich derzeit meistgebuchte Band des Landes. Wanda nutzten das akademische Viertel voll aus und legten um 23.00 statt um 22.45 Uhr auf der FM4-Bühne los - freilich stilgerecht: Sänger Marco Michael Weise war mit (nicht mehr allzu voller) Weinflasche bewaffnet und intonierte als Opener den Kracher "Luzia". Das wie Sardinen geschlichtete Publikum geriet sofort in Tanz- bzw. Springstimmung und forderte zwischendurch mittels Sprechchören immer wieder "Amore" ein.

Das Wetter - obwohl doch spürbar kühler als am Eröffnungstag - spielte auch am Samstag wieder mit. Gewitterprognosen lösten sich im Lauf des Abends im wahrsten Sinn des Wortes in Luft auf. Am Sonntag, dem letzten Inseltag, wird wieder mehr Sonnenschein erwartet. Konzerttechnisch stehen u.a. Auftritte der eher glücklosen Song-Contest-Starter Makemakes, von Christina Stürmer, dem Nockalm Quintett und Elektroniker Fritz Kalkbrenner auf dem Programm.