Erstellt am 27. August 2014, 15:38

von APA/Red

1,67 Mrd.Verlust im ersten Halbjahr. Die Halbjahresbilanz der notverstaatlichten Krisenbank Hypo Alpe Adria hat alle bösen Erwartungen übertroffen. Am Mittwoch wurde per Ende Juni 2014 ein Konzernverlust (nach internationaler Rechnungslegung IFRS) von 1,67 Mrd. Euro gemeldet.

Ein staatlicher Kapitalzuschuss ist heuer nicht mehr nötig. Mitte August trat das Sondergesetz mit dem 1,6 Mrd. Euro schweren Anleihekapitalschnitt in Kraft.

Um ihre Balkanbanken demnächst verkaufen zu können, musste die auf Abbau gestellte staatliche Krisenbank Hypo Alpe Adria noch einmal drastisch wertberichtigen. Die insgesamt 1,44 Mrd. Euro an Rückstellungen in der Hypo-Halbjahresbilanz haben mit der Herauslösung der italienischen Tochter und mit dem bevorstehenden Verkauf des Südosteuropanetzwerks zu tun.

Balkan-Banken "knapp unter Break Even"

"Die gebildeten Vorsorgen reflektieren dabei die erwarteten Verkaufserlöse und antizipieren den Veräußerungsverlust bei Abgang dieser Einheiten aus der Hypo Alpe Adria", formulierte die Bank heute ziemlich schwammig und ließ damit erkennen, dass dieser Verkauf für die in Abbau befindliche Konzernmutter in Österreich nicht ohne weitere Schmerzen abgeht.

Für die Balkan-Banken selbst ("SEE-Segment") wird nach Steuern ein Verlust von 4,3 Mio. Euro angegeben. Letztes Jahr lag der Halbjahresverlust der Südosteuropabanken zusammen bei 96,8 Mio. Euro.

Die Hypo sieht die Balkan-Banken zur Jahresmitte "knapp unter dem Break Even." Für das Gesamtjahr 2014 werde weiterhin der Break Even der Südosteuropabanken angepeilt.