Erstellt am 16. Januar 2015, 11:51

13 Festnahmen in Belgien nach Anti-Terroreinsatz. Die belgische Polizei hat beim Anti-Terroreinsatz gegen mutmaßliche Jihadisten insgesamt 13 Personen festgenommen.

Die Identifizierung der im ostbelgischen Verviers getöteten Verdächtigen laufe noch, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Brüssel, Eric van der Sypt, am Freitag. In Verviers seien unter anderem Kriegswaffen vom Typ Kalaschnikow AK47, Munition, Sprengstoffe und Polizeiuniformen gefunden worden. Der Sprecher bestätigte frühere Angaben, dass Attentate gegen die Polizei in Belgien geplant waren. Bei dem Anti-Terroreinsatz waren am Donnerstagabend in Verviers zwei Männer getötet worden.

Sicherheitsmaßnahmen sollen verschärft werden

Die Regierung in Belgien berät heute zudem über schärfere Sicherheitsmaßnahmen. Bei der Kabinettssitzung am Freitag gehe es um die Frage, wie Terroranschläge verhindert werden könnten, meldete das belgische Radio RTBF. Dazu gehörten die Überwachung von Einrichtungen durch das Militär und Maßnahmen zum Schutz gegen Syrien- und Irak-Rückkehrer.

Mit dem Einsatz am Donnerstag hatte die belgische Polizei offenbar Anschlagspläne von Jihadisten vereitelt. Die Ermittler sprachen von einer Terrorzelle; einige ihrer Mitglieder seien aus dem Syrien-Krieg heimgekehrt. Sie hätten vor allem Anschläge auf die Polizei und Justiz geplant.

Belgien hat die Terrorwarnstufe auf das zweithöchste Niveau erhöht. Jüdische Schulen in Brüssel und Antwerpen blieben am Freitag geschlossen.