Erstellt am 02. Juli 2014, 18:35

von APA/Red

18 Jahre für tödliche Vergewaltigung. Ein 39-Jähriger Gmundner ist wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes durch Unterlassung schuldig gesprochen worden.

Das Gericht verurteilte ihn zu 18 Jahren Haft. Der Angeklagte hatte die Tat stets bestritten. Die Staatsanwaltschaft stützte sich auf etliche Gutachten aus unterschiedlichen Fachbereichen. Der Spruch ist nicht rechtskräftig.

Laut Anklage soll der Mann die 51-jährige Frau vergangenen Sommer bewusstlos geschlagen, vergewaltigt und ihr anschließend noch einen Stoß gegen den Kopf versetzt haben. Der 39-Jährige gab aber nur einvernehmlichen Sex zu und berichtete von einem Sturz.

Der Angeklagte reagierte auf das Urteil ruhig, wie er den gesamten Prozess über gewesen war, aber mit Kopfschütteln. Seine Verteidiger meldeten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Die Geschworenen sprachen den 39-Jährigen mit sieben zu einer Stimme der Vergewaltigung für schuldig und mit sechs zu zwei des versuchten Mordes durch Unterlassung der Hilfeleistung.

Als mildernd wurden die Unbescholtenheit gewertet, und dass es beim Mordversuch geblieben sei - das Opfer hatte noch gelebt, als der mutmaßliche Täter ging. Erschwerend wurde das Zusammentreffen mehrerer strafbarer Handlungen gerechnet und die "besondere Rücksichtslosigkeit". Denn die Frau lag 40 Stunden hilflos in ihrem Garten bevor sie gefunden wurde. Es starb einige Tage später im Spital ohne noch einmal zu Bewusstsein gekommen zu sein.