Erstellt am 05. Oktober 2016, 13:35

Sobotka bleibt trotz Kritik beim Flüchtlingslohn. Trotz massiver Kritik des Koalitionspartners SPÖ am Vorstoß von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) für die Entlohnung von Asylwerbern für gemeinnützige Tätigkeiten, will der Innenminister bei seinem Vorschlag von einem Stundenlohn von 2,50 Euro bleiben. Dies erklärte Sobotka gegenüber der APA am Mittwoch in Innsbruck.

Sobotka bleibt bei seinem Wort  |  APA

"Wenn ich was sage, dann bleibe ich dabei. Das wissen Sie von mir schon", sagte der Innenminister am Rande der Eröffnung der Außenstelle des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl. Kanzleramtsminister Thomas Drozda (SPÖ) hatte den Vorschlag des Innenministers am Dienstag mit den Worten "Ich finde, ehrlich gesagt, für eine Stunde Arbeit eines Menschen einen Betrag von 2,50 Euro obszön" scharf kritisiert.

An der Brennergrenze sieht Sobotka derzeit keine Notwendigkeit, das Grenzmanagement hochzufahren. "Wir sind gerüstet, aber derzeit erfüllen die Italiener ihre Bedingungen und führen die Leute zurück zu den Hotspots", so der Minister. Trotzdem sei man wachsam. Es müsse aber das Interesse eines jeden sein, dass Europa so funktioniere, dass man keine Grenzzäune aufziehen müsse, fügte er hinzu.