Erstellt am 26. März 2015, 10:25

225 Anrufe bei Deradikalisierungshotline. Die im Familienministerium angesiedelte Deradikalisierungshotline ist in den ersten drei Monaten von 225 Anrufern in Anspruch genommen worden.

Das teilte Ressortchefin Sophie Karmasin (ÖVP) am Donnerstagvormittag in der Fragestunde des Nationalrats mit. Der Großteil der Anrufer war weiblich, nähere Auskünfte gab die Ministerin nicht.

Hotline nicht im Innen-, sondern im Familienressort

Karmasin sieht aber einen Erfolg der als Reaktion auf die zunehmende Radikalisierung von Jugendlichen gegründeten Hotline. Denn in Deutschland hätten sich bei einer vergleichbaren Initiative innerhalb eines ganzen Jahres nur 200 Anrufer gemeldet. Als Grund für die vergleichsweise starke Inanspruchnahme in Österreich sieht Karmasin, dass die Hotline nicht im Innen-, sondern im Familienressort etabliert wurde, was die Hemmschwelle für Anrufer senke.

Noch nichts Neues konnte die Ministerin in Sachen Kindergeld-Reform berichten. Karmasin kündigte neuerlich an, dass vor dem Sommer ein Begutachtungsentwurf vorgelegt werden soll.

Ihr Ziel ist unverändert, dass ein Pauschalbetrag die derzeit geltenden Varianten, die alle auf einen bestimmten Zeitraum abstellen, ersetzen soll. Denn erst dies würde echte Wahlfreiheit bedeuten. Zudem pocht Karmasin weiter auf einen Partnerbonus, um die Väter-Beteiligung zu erhöhen.