Erstellt am 07. August 2015, 15:10

von APA/Red

230 Menschen in Syrien entführt. Der IS-Terror geht täglich weiter. Am Freitag wurden in Syrien 230 Menschen, unter ihnen 60 Christen, von der Jihadisten-Miliz entführt.

 |  NOEN, APA (Archiv/epa)

Unter den Geiseln befinden sich 45 Frauen und 19 Kinder. Das internationale Anti-Terror-Bündnis hat in einem Jahr fast 6.000 Luftangriffe auf die IS-Miliz geflogen. Ob die Bombardements den IS geschwächt haben, bleibt aber fraglich. IS-Milizen hatten vor der neuerlichen Entführung in der syrischen Provinz Homs die Stadt Al-Karjatein erobert und Regierungstruppen aus der Stadt gedrängt. Die Terrororganisation beherrscht seit mehr als einem Jahr riesige Gebiete in Syrien und im Irak, in denen sie ein "Kalifat" ausgerufen hat.

Der syrische Bürgerkrieg - durch den die Jihadisten erst stark geworden sind - hat nach UN-Schätzungen in vier Jahren mehr als 250.000 Menschen das Leben gekostet. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wollte am Freitag über eine Resolution abstimmen, auf deren Grundlage ein Mechanismus erarbeitet werden soll, mit dem die Verantwortlichen für bisherige Chemiewaffenangriffe in dem Land zur Rechenschaft gezogen werden können.

Internationale Luftschläge gegen die IS-Kämpfer

Die internationalen Luftschläge hatten das Ziel, die Beweglichkeit der IS-Kämpfer einzuschränken, den Nachschub abzuschneiden und die Kommandostruktur der Miliz zu beeinträchtigen, hieß es nach Angaben der US-Kommandeurs der gemeinsamen Luftkampagne, Generalleutnant C.Q. Brown Jr. Demnach haben die Luftschläge die Fähigkeit der Terrormiliz eingeschränkt, selbst große Offensiven zu starten. Dadurch habe man Kräfte, die am Boden gegen die Terrormiliz kämpfen, unterstützen können. "Je eher der IS fällt, desto schneller könnten unschuldige Zivilisten ihr normales, friedfertiges Leben wieder aufnehmen", sagte Brown weiter.

Zuvor hatte US-Vizeaußenminister Tony Blinken gesagt, dass 10.000 IS-Kämpfer bei Angriffen getötet worden seien. Dennoch ist der IS nach Einschätzung der US-Geheimdienste kaum geschwächt worden und so stark wie vor einem Jahr.