Erstellt am 05. Mai 2015, 10:39

von Heinz Bidner

Fertighausbauer Hanlo insolvent. Bauprojekte sollen fertiggestellt werden. Fortführung des Unternehmen geplant.

 |  NOEN, HANLO
Die Hanlo Fertighaus GmbH aus Graz hat diesen Dienstag am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt, berichtet Gläubigerschützer Gerhard Weinhofer vom Österreichischen Verband Creditreform.
 
Als Insolvenzursachen werden eine generelle Stagnation des österreichischen Marktes für Fertigteilhäuser sowie ein starker Verdrängungswettbewerb zwischen den Anbietern angeführt.
Laut Creditreform sind 75 Dienstnehmer und über 180 Gläubiger betroffen. Die Aktiva liegen demnach bei einem Verkehrswert von rund 815.000 Euro. Die  Passiva sollen bei rund 24 Millionen Euro liegen.

Gespräche mit Investoren laufen

Den Gläubigern wird nun eine Quote von 20 Prozent angeboten - zahlbar binnen zwei Jahren. Das Unternehmen soll fortgeführt, die Projekte fertiggestellt werden. Gespräche mit potentiellen Investoren werden bereits geführt, heißt es von Creditreform.
 
Das Unternehmen wurde 1975 gegründet und beschäftigt sich mit dem Vertrieb und der Montage von in Holzbauweise errichteten Niedrigenergiehäusern. Es bestehen sechs Standorte in Musterparks in Vösendorf-Süd (Blaue Lagune), Haid bei Ansfelden, Graz-Weblinger Gürtel, Eugendorf, Feldkirch und Klagenfurt.