Erstellt am 20. März 2015, 16:10

von APA/Red

25 Festnahmen wegen Menschenhandels. 25 Festnahmen hat es zwischen Montag und Mittwoch bei Überprüfungen von Bordellen, Massagesalons und Restaurants in Österreich gegeben.

Kontrolliert wurden 240 Bordelle, Massagesalons und Restaurants mit chinesischen Mitarbeitern, berichtete das Bundeskriminalamt (BK) am Freitag online. 14 potenzielle Opfer von Menschenhandel wurden identifiziert.

Kontrollen wurden auch in Slowenien, der Schweiz und Zypern durchgeführt. Auf der Mittelmeerinsel gab es im Rahmen des Einsatzes außerdem auf den wichtigsten internationalen Flughäfen zusätzliche Überprüfungen. Ziel war es, Opfer von Menschenhandel aus China zu identifizieren, Schlüsselfiguren in den internationalen Menschenhändlernetzen in Europa auszuforschen und Kriminalitätsmuster sowie mögliche kriminelle Organisationsstrukturen zu verifizieren.

Österreich war Initiator der Schwerpunktaktion, hieß es aus dem BK. Daher wurden hier alleine 240 der insgesamt 288 Betriebe überprüft. Der Einsatz wurde von Europol koordiniert. Die europäische Polizeibehörde berichtete in einer Aussendung von einer weiteren Festnahme außerhalb von Österreich.

Acht Festnahmen in Niederösterreich

Laut BK wurde hierzulande verstärkt an Orten kontrolliert, wo es durch Vorabklärungen Hinweise zu Menschenhandel und illegaler Migration gegeben hatte. Acht Festnahmen gab es in Niederösterreich, sechs in der Steiermark, vier in Wien, je drei in Tirol und Vorarlberg und eine im Burgenland. Die betroffenen Personen wurden alle wegen fremdenrechtlicher Delikte angezeigt.

In Österreich wurden mehr als 1.000 Personen überprüft. Die 14 potenziellen Opfer standen laut BK in Verbindung zu internationalen Menschenhandelsnetzwerken. Auch gefälschte Dokumente wurden sichergestellt. Insgesamt 210 heimische Polizisten standen im Einsatz. Beamte aus den Ermittlungsbereichen gegen den Menschenhandel der neun Landespolizeidirektionen und der Finanzpolizei waren unter Leitung des BK tätig.