Erstellt am 30. Januar 2016, 14:48

von APA/Red

25-Jähriger in Tirol von Lawine 200 Meter weit mitgerissen. Ein Schneebrett hat am Freitagnachmittag im freien Skiraum des Skigebiets Axamer Lizum (Bezirk Innsbruck-Land) einen 25-jährigen Deutschen 200 Meter weit mitgerissen und komplett verschüttet.

Ein Hubschrauber brachte den Mann in Sicherheit  |  NOEN, APA (AKTIVNEWS.AT)

Der unverletzt gebliebene Wintersportler konnte sich aber selbst aus den Schneemassen befreien und einen Notruf absetzen, teilte die Polizei mit. Er wurde vom Notarzthubschrauber in Sicherheit gebracht.

Der 25-Jährige stieg in Richtung Malgrubenspitze auf, als er gegen 17.00 Uhr auf etwa 2.500 Meter Seehöhe eine rund 40 Grad steile Rinne queren wollte. Er hatte dazu seine Ski abgeschnallt. In der Rinne löste er jedoch die Lawine aus. Zur Unfallzeit herrschte erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei auf der fünfteiligen Gefahrenskala.

Die Lawinengefahr in den Tiroler Tourengebieten wurde auch am Samstag als gebietsweise heikel - nämlich mit Stufe drei auf der fünfteilen Gefahrenskala - bewertet. Als am stärksten betroffene Abschnitte nannte der Lawinenwarndienst die inneralpinen Regionen sowie die Regionen entlang des Alpenhauptkammes. Gefahrenstellen lagen bevorzugt in Hängen oberhalb von etwa 2.200 Metern.

Das Hauptproblem sei nach wie vor der sehr störanfällige Aufbau der Altschneedecke. Besonders ungünstig war die Situation in den inneralpinen Tourengebieten, in der südlichen Arlbergregion sowie in der Silvretta und Samnaun. Lawinen konnten dort bereits durch einzelne Wintersportler ausgelöst werden, hieß es. An steilen Wiesenhängen unterhalb von 2.400 Metern war mit einzelnen Selbstauslösungen von Gleitschneelawinen zu rechnen, speziell in den schneereicheren Regionen im Westen.

Am Sonntag sollte die Lawinengefahr noch einmal markant ansteigen - prognostiziert war ein Wettersturz in der Nacht auf Sonntag mit ausgiebigem Schneefall und Sturm.