Erstellt am 30. Juni 2014, 02:08

von APA Red

3,1 Mio. Besucher beim Donauinselfest. Das 31. Wiener Donauinselfest ist Geschichte: Insgesamt sind an den vergangenen drei Tagen laut dem Veranstalter - der Wiener SPÖ - 3,1 Millionen Besucher gekommen.

Sie blieben weitgehend trocken, lediglich am Sonntag wechselten Regenschauer mit Trockenphasen, wobei letztere überwogen.

Zum Finale begeisterten am Sonntagabend Panda-Rapper Cro, Song-Contest-Gewinnerin Conchita Wurst, die britische Hitlieferantin Rita Ora, der deutsche Sänger Adel Tawil, das Alternative-Trio Kosheen oder die Punk-Rocker Bilderbuch rund 1,1 Mio. Inselgäste. Diese zeigten sich weitgehend friedlich: Die Sicherheitszentrale meldete keine größeren Zwischenfälle, hieß es am Sonntagabend.

Der Andrang vor der großen Festbühne war groß wie selten zuvor. Zunächst absolvierte Conchita Wurst einen bejubelten Kurzauftritt, wobei auf den Beinahe-ESC-Titel "That's What I Am" die siegreiche Hymne "Rise Like A Phoenix" folgte. "Einen wunderschönen guten Abend", begrüßte die Siegerin des heurigen Eurovision Song Contest die Inselgäste. Erschienen war sie im schlichten Glitzerkleid - eher schlicht auch das Bühnenbild: Eine wehendes weißes Tuch, das die Cro-Stage-Aufbauten versteckte.

Der singende Panda setzte sich dann mit deutlich mehr Getöse ins Geschehen, sogar Pyrotechnik war im Einsatz. Und Cro schien beeindruckt: "Es sind total viele Menschen da, hallo!" Und die ließen sich nicht lange bitten, bei der Mitmach-Nummer "Hi Kids" auch gleich mitzumachen, also etwa die Hände dem Superstar entgegenzustrecken. Als Dank verteilte dieser höchstpersönlich Wasserflaschen an die Kids in der ersten Reihe.

Der Mann mit dem Maskenkopf erfreute die Herzen des mitunter sehr jungen Publikums - morgen ist schulfrei - als freundlicher Animateur. "Ihr seid verrückt", war eindeutig als Lob zu verstehen. Die Zuwendung war keineswegs einseitig, Superhits wie "Meine Gang", "Traum" oder "Einmal um die Welt" wurden von den Fans frenetisch bejubelt.

Auf der FM4-Bühne sorgte die heimische Indie-Punk-Combo Bilderbuch für einen gelungenen Auftritt. Die Amadeus-Gewinner (FM4-Award) des heurigen Jahres präsentierten einen Querschnitt ihres bisherigen Schaffens - und sich selbst als exzellente Live-Band. Entsprechend freudig fiel der Zuspruch aus dem Publikum aus.

Zufrieden zeigte man sich beim Veranstalter. Der Landesparteisekretär der Wiener SPÖ, Christian Deutsch, wertete die 31. Ausgabe der Insel-Sause im APA-Interview als "großen Erfolg". Dass schon der Auftakt am Freitag so gut besucht war wie selten zuvor, dürfte auch am ungewohnten Zeitpunkt liegen.

Denn das Donauinselfest fand heuer eine Woche später als üblich statt. Die Organisatoren wollten das Mega-Event nicht parallel zu einer anderen Großveranstaltung - zum Formel-1-Comeback in Spielberg - ansetzen. Durch den neuen Termin fiel das Inselfest prompt auf den Schulschluss: "Für viele war es das größte Schulabschlussfest, das es jemals gegeben hat."