Erstellt am 21. Oktober 2015, 10:57

4.300 verbrachten Nacht in Notquartieren. 4.300 Flüchtlinge sind in der Nacht auf Mittwoch in Österreich in Notquartieren betreut worden, weitere 2.400 waren es an Sammelstellen bzw. Transitzonen.

 |  NOEN, APA (AFP)

Das gab der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, Gerry Foitik, bekannt. Am Dienstagabend kamen 4.000 Personen in Spielfeld an. Da schließlich alle Unterkünfte überfüllt waren, mussten etwa 1.400 Personen die Nacht in Zelten verbringen.

"Für heute rechnen wir mit einem Abbau des Rückstaus in Kroatien und Slowenien und damit mit höheren Zahlen an Menschen, die nach Österreich kommen", erklärte Foitik. Abhängig von der Aufnahmebereitschaft Deutschlands werde es daher entweder zu einer erhöhten Durchreise oder einem Rückstau in Österreich kommen.

150 Flüchtlinge wurden am Dienstag vor der österreichischen Grenze in Slowenien zurückgewiesen. Wie Polizeisprecher Rainer Dionisio am Mittwoch auf APA-Anfrage erklärte, waren die Flüchtlinge per Zug in Richtung Kärnten unterwegs. "Es handelte sich um eine Zurückweisung der österreichischen Polizei, die von der slowenischen Polizei in Jesenice durchgeführt wurde", sagte Dionisio.

Außer den 150 Flüchtlingen wurden in nachfolgenden Zügen noch einzelne weitere Personen zurückgeschickt. "Solche Zurückweisungen gibt es immer wieder, sie erfolgen im Rahmen der Grenzkontrollen", sagte Dionisio. Bei der Durchführung komme es immer auf die Verhältnismäßigkeit an.