Erstellt am 24. Juli 2015, 10:01

5.000 Menschen nach Murenabgang in Salzburg abgeschnitten. Eine bis zu 300 Meter lange und stellenweise drei Meter hohe Mure ist am Donnerstagabend um 18.30 Uhr nach einem heftigen Gewitter im Rauristal im Salzburger Pinzgau abgegangen.

 |  NOEN, APA (MARKUS WINKLER/AIRCLICK)

Rund 5.000 Menschen - 3.000 Einheimische und 2.000 Touristen - sind nach Angaben der Feuerwehr Rauris von der Umwelt abgeschnitten. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr sowie des Roten Kreuzes niemand. Es wird damit gerechnet, dass die Straße nach Rauris erst Freitagmittag wieder einspurig befahrbar sein wird. Laut Feuerwehr wurde ein Bauernhof beschädigt, die Hofzufahrt sei zerstört.

Auch in Tirol gab es in der Nacht auf Freitag erneut Unwetterschäden. Betroffen waren unter anderem das Sellrain- sowie das Hintere Zillertal. Meldungen über Verletzte gab es nicht.

Nach einem Murenabgang musste die Sellrainlandesstraße (L13) zwischen Gries und Sellrain (Bezirk Innsbruck-Land) gesperrt werden. Nach Abschluss der Aufräumarbeiten konnte die Straße am Freitag um 00.15 Uhr wieder freigegeben werden. In Sellrain mussten zudem acht Hausbewohner aus Sicherheitsgründen evakuiert werden.

In Finkenberg (Bezirk Schwaz) wurde kurz vor 23.00 Uhr die Tuxer Landesstraße von einem hochwasserführenden Bach auf einer Länge von 100 Metern mit Geröll und Schlamm überflutet. Die Aufräumungsarbeiten dauerten drei Stunden lang.

Seitens des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark wurde mitgeteilt, dass 57 Einsätze verzeichnet wurden. 30 Feuerwehren wurden alarmiert und knapp 400 Feuerwehrmitglieder standen am Donnerstag im Unwettereinsatz. Die meisten davon in der Weststeiermark. Starkregen überflutete Straßen und Keller, Sturmböen ließen Bäume knicken oder entwurzeln, die Straßen blockierten oder vereinzelt auch auf Hausdächer oder Stromleitungen fielen. Einige Hausdächer wurden auch durch den böigen Wind beschädigt. Zusätzlich verursachten weitere Blitzeinschläge mehrere Gebäudebrände.