Erstellt am 14. Juli 2014, 12:16

94 Flüchtlinge nach Italien abgeschoben. Die Tiroler Polizei hat am Montag die restlichen 51 Flüchtlinge jener 94-köpfigen Gruppe am Brenner den italienischen Behörden übergeben, die am Samstagabend in einem internationalen Reisezug aufgefallen waren.

Lediglich ein Flüchtling aus Eritrea stellte einen Asylantrag. Ziel der vorwiegend syrischen Staatsangehörigen ist laut Polizei offenbar Deutschland und Nordeuropa.

Zu der Gruppe zählten 28 Kinder, das jüngste ist erst ein Jahr alt. Sie waren in Begleitung ihrer Eltern oder Verwandter unterwegs. Bis auf drei aus Eritrea kommende Flüchtlinge waren alle syrische Staatsangehörige.

Es handle sich um "einen der größten Aufgriffe von Flüchtlingen in Tirol seit Jahren", wurde von der Polizei betont. Die Gruppe, die von Verona nach München unterwegs war, wurde zunächst in die Landespolizeidirektion untergebracht, wo die rechtliche Erstabklärung durch die Polizei und Versorgung durch das Rote Kreuz erfolgte.