Aspang-Markt , Grimmenstein , Krumbach

Erstellt am 09. September 2016, 08:49

von Freiwillige Feuerwehr

Übertriebene Notrufmeldungen lösten Großeinsatz aus. Ein vermeintlicher Reisebus-Brand im Wechselabschnitt der Südautobahn (A2) bei Aspang und Grimmenstein im Bezirk Neunkirchen löste am Donnerstagabend einen Großeinsatz der Einsatzkräfte aus...

In der Feuerwehr Bezirksalarmzentrale Neunkirchen ging am Donnerstagnachmittag gegen 16.45 Uhr ein Notruf über einen stark rauchenden Doppeldeckerbus auf der A2 Richtung Graz im Bereich Abfahrt Krumbach ein. Beim Bus war laut dem Anrufer eine starke Rauchentwicklung zu sehen, die Insassen waren aber bereits im Freien. Die zuständigen Feuerwehren Aspang und Grimmenstein Markt wurden alarmiert und "in Bewegung gesetzt".

Sogar Notarzthubschrauber kreiste über der A2

Währenddessen gingen auch bei den Alarmzentralen der anderen Blaulichtorganisationen mehrere Notrufe ein, die allerdings von einem "fortgeschrittenen Reisebusbrand mit mehrfachen Personenschaden" sprachen. Aufgrund dieser Meldungen wurde ein Großaufgebot an Rettungsfahrzeugen und sogar ein Notarzthubschrauber auf die A2 geschickt.

Vor Ort angekommen fanden die ersten Helfer jedoch eine völlig entspannte Lage vor. Der vermeintlich brennende Reisebus war unmittelbar vor dem Königsbergtunnel nach einem Turboschaden in einer Ausweichbucht zum Stillstand gekommen. Die anfangs starke Rauchentwicklung war auf diesen Defekt zurück zu führen.

Der Buslenker brachte die Tiroler Fahrgäste aus dem Bus, wo sie sich in einem sicheren Bereich abseits der Fahrbahn aufhielten. Daher waren sie sichtlich verwundert und erstaunt, als der Rettungseinsatz anlief, und nach und nach die Blaulichtfahrzeuge an der Einsatzstelle eintrafen sowie der Notarzthubschrauber über der Autobahn kreiste...

Einsatzkräfte appellierten: "Nicht drastisch übertreiben"

Die Einsatzkräfte appellierten nach diesem Vorfall einmal mehr, "bei den Notrufmeldungen nicht drastisch zu übertreiben und sich am Unfallort einen kurzen Überblick zu verschaffen um genaue Angaben machen zu können."

Es wurde betont: "Wäre es gestern an einem anderen Ort zu einem tatsächlichen Großunfall gekommen, hätten die Rettungsmittel wesentlich längere Anfahrtszeiten gehabt! Wichtige Zeit, die bei einem Ernstfall über Menschenleben entscheiden hätte können!"

Für den Weitertransport der rund 60 Reisenden wurde ein Ersatzbus angefordert, die FF Grimmenstein Markt entfernte den defekten Reisebus von der Gefahrenstelle. Für die Dauer des Einsatzes kam es im Abendverkehr zu einem zwei Kilometer langen Rückstau.