Erstellt am 13. Januar 2015, 14:20

von APA/Red

Abschied von erschossenen Polizisten in Paris. Nach den Terroranschlägen von Paris hat Frankreich am Dienstag Abschied von den drei getöteten Polizisten genommen.

Bei einer Trauerzeremonie im Innenhof der Pariser Polizeipräfektur nahm Präsident Francois Hollande die Beamten Franck Brinsolaro, Ahmed Merabet und Clarissa Jean-Philippe posthum in die französische Ehrenlegion auf, die Orden befestigte er an den aufgebahrten Särgen der Polizisten.

An der Zeremonie nahmen auch Angehörige der getöteten Polizisten sowie Premierminister Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve teil. Insgesamt starben bei den Anschlägen 17 unschuldige Opfer sowie die drei Terroristen.

Ein Polizist beging nach Terroranschlag in Paris Selbstmord

Ein Polizist in Zentralfrankreich beging zudem kurz nach dem Terroranschlag in Paris Selbstmord. Wie der Regionalsender "France 3 Limousin" unter Verweis auf offizielle Polizeiquellen berichtete, war der 45-Jährige mit Ermittlungen in dem Fall betraut und hatte vor seinem Suizid mit den Angehörigen eines Terroropfers gesprochen.

Demnach erschoss sich Kommissar Helric Fredou in der Nacht auf Donnerstag mit seiner Dienstwaffe in seinem Büro in Limoges. Der Hintergrund der Tat war am Dienstag noch unklar, allerdings erklärte die Polizeigewerkschaft, Fredou habe unter Depressionen gelitten und sei kurz vor einem Burn-Out gestanden. Erst im November 2013 hatte Fredou selbst die Leiche eines Kollegen auf dem Kommissariat von Limoges entdeckt, auch er hatte Suizid begangen.

Unterdessen gab die Staatsanwaltschaft in Sofia bekannt, dass bereits am 1. Jänner ein Franzose in Bulgarien festgenommen wurde. Der 29-Jährige soll in Kontakt mit einem der Attentäter, die am vergangenen Mittwoch die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" angriffen und zwölf Menschen erschossen, gestanden sein. Er wurde an der bulgarisch-türkischen Grenze gefasst, wo er über die Türkei nach Syrien reisen wollte.