Erstellt am 01. Juli 2015, 18:26

Ärztekammer nimmt Paket für Spitalsärzte an - mit Vorbehalt. Die Kurie der angestellten Ärzte der Wiener Ärztekammer hat am Mittwochabend das aktuellste Paket für die Spitalsärzte im Wiener KAV angenommen.

Ärztekammer widerspricht Gesundheitsstadträtin Wehsely  |  NOEN, APA

Allerdings mit zwei Vorbehalten: Überstunden an Sonn- und Feiertagen sollen auch künftig doppelt zählen - und liegt die Inflationsanpassung, auf die die Ärzte 2016 und 2017 verzichten, über 2,5 Prozent, muss die Differenz weitergegeben werden.

Das Paket sei "mit großer Mehrheit" angenommen worden, da die wichtigsten Forderungen erfüllt worden seien, teilte die Kammer per Aussendung mit. Jedoch nur unter dem Vorbehalt, dass die Gemeinde Wien "ihre eigene Dienstordnung auch einhält", wie es in der Aussendung heißt.

Das bezieht sich auf jenen Punkt der Vereinbarung, der besagt, dass Überstunden in der Normalarbeitszeit, also untertags, an Sonn- und Feiertagen nur noch im Verhältnis 1:1,5 statt wie bisher im Verhältnis 1:2 abgegolten werden sollen. Ein zweiter Änderungswunsch der Kammer bezieht sich auf den Lohnrundenverzicht: "Im Falle einer höheren Inflationsgrenze als 2,5 Prozent muss es eine Inflationsabgeltung entsprechend der Differenz geben", lautet die Forderung.

Das Angebot der Stadt Wien ist Ergebnis von neuerlichen Gesprächen zwischen Ärztekammer und Stadt, die auf Initiative einiger Ärztekammerfunktionäre geführt wurden. Neuerungen im Paket sehen u.a. höhere Stundensätze an Sonn- und Feiertagen, höhere Nachtzulagen und vorgezogene Zulagen für Fachärzte für Psychiatrie sowie Ärzte in den Zentralen Notaufnahmen vor. Dafür verzichten die KAV-Ärzte 2016 und 2017 auf die üblichen Lohnanpassungen.