Erstellt am 23. Dezember 2014, 12:09

Aktuell keine Zeltstädte für Asylwerber nötig. Die Flüchtlingsunterbringung über die Feiertage in Quartieren scheint gesichert.

Die Situation sei zwar weiterhin sehr angespannt, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag. Man werde aber ohne die befürchteten Zeltstädte auskommen. Die Bundesländer schufen zusätzliche Plätze, das Innenministerium nutzt sämtliche Kapazitäten.

"So wie es derzeit ausschaut, kommen wir über die Feiertage. Zeltstädte sind derzeit nicht notwendig", hieß es. Es seien alle Anstrengungen unternommen worden, damit niemand auf der Straße stehen muss oder Zelte errichtet werden müssen. Sollte die Zahl der Asylwerber so bleiben wie in den vergangenen Tagen, sei es zu schaffen. Zuletzt wurden täglich rund 100 bis 150 Asylanträge gestellt.

Quotenerfüllung der Länder sehr unterschiedlich

Die Bundesländer kommen ihrer Aufgabe nach, es wurden zusätzliche Plätze geschaffen und sämtliche Kapazitäten des Innenressorts - etwa Turnsäle - werden ausgenutzt, erklärte der Ministeriumssprecher. Die Quotenerfüllung der einzelnen Länder ist dabei weiterhin sehr unterschiedlich. Während die Quote in Tirol und Vorarlberg nur zu knapp 82 Prozent erfüllt wird, beträgt sie in Niederösterreich, der Steiermark und Wien über 100 Prozent.

Angesichts der Antragszahlen sei man weiterhin gefordert, Unterkünfte für Flüchtlinge zu schaffen. Die Bundesländer haben zugesagt, bis Ende Jänner 2015 ihre Quoten zu erfüllen.