Erstellt am 07. Oktober 2014, 15:10

Alaba hat zwei Quali-Siege im Visier. David Alaba hat in den bevorstehenden beiden Partien der Fußball-EM-Qualifikation zwei Siege im Visier.

Geht es nach dem ÖFB-Star, dann sollen am Donnerstag (20.45 Uhr/live ORF eins) in Chisinau gegen Moldawien und am Sonntag (18.00 Uhr/live ORF eins) in Wien gegen Montenegro sechs Punkte eingefahren werden, um auf Kurs Richtung EURO 2016 in Frankreich zu bleiben.

Von einem Pflichtsieg gegen die Moldawier wollte der 22-Jährige aber nicht sprechen. "Sie sind nicht zu unterschätzen, das wird nicht einfach", warnte der Wiener. Österreichs Sportler des Jahres und seine Nationalteam-Kollegen wurden am Dienstag im ÖFB-Camp in Stegersbach von Nationaltrainer Marcel Koller mittels Videostudium über den Donnerstag-Gegner informiert.

"Müssen an unsere Stärken glauben"

"Die Moldawier stehen hinten kompakt und bekommen nicht viele Tore", sagte Alaba über die Nummer 105 der FIFA-Weltrangliste, die mit einem 0:2 in Montenegro in die EM-Qualifikation gestartet ist. Die Qualitäten der Osteuropäer sollten aber nur sekundär sein, forderte der Bayern-Legionär. "Wir müssen unser Spiel durchziehen und an unsere Stärken glauben."

Alaba war in der abgelaufenen WM-Qualifikation Österreichs bester Torschütze und erzielte auch das bisher einzige ÖFB-Tor in der laufenden EM-Quali aus einem Elfmeter beim 1:1 gegen Schweden. Warum er im Moment der treffsicherste Spieler der Koller-Truppe ist, weiß der 33-fache Internationale (7 Tore) selbst nicht so genau. "Ich versuche einfach, mein Spiel zu spielen und der Mannschaft zu helfen. Mir ist es bewusst, dass ich beim Nationalteam mehr Verantwortung habe als bei den Bayern."

Beim deutschen Tabellenführer agierte Alaba zuletzt links in der Dreierkette, wobei sich generell seine Rolle während einer Partie oft ändert. "Ich habe manchmal schon drei Position in einem Match gespielt", erzählte Österreichs dreifacher Fußballer des Jahres. Mit den ständigen Rochaden hat Alaba kein Problem. "Ich bin noch ein junger Spieler, der viel dazulernen kann. Es tut mir gut, wenn ich viele Positionen spielen kann."

Lernen kann Alaba auch von seinem Clubkollegen Xabi Alonso, der es Ende September beim 2:0 in Köln auf über 200 Ballkontakte brachte. Ob der Baske in diesem Spiel einen Magnet verschluckt hatte? "Schaut so aus", schmunzelte der Österreicher. "Er ist ein besonderer Spieler, der sehr gut in der Mannschaft integriert ist und auch den Risiko-Pass beherrscht. Seine Ruhe am Ball ist einzigartig." Seine Spielweise sei mit der von Xabi Alonso nicht wirklich zu vergleichen, betonte Alaba. "Er ist oft hinter dem Ball, ich habe mehr Offensivdrang."

Davon kann sich Zlatko Junuzovic am 18. Oktober überzeugen, wenn es in München gegen die Bayern geht. In der aktuellen Situation - Werder ist Tabellenletzter - hält sich die Vorfreude des Mittelfeldspielers auf diese Partie in Grenzen. "Doch danach kommen die Partien gegen Mannschaften auf Augenhöhe", meinte der Ex-Austrianer. An Junuzovic lag es nicht, dass es mit den Bremern in den vergangenen Wochen immer weiter bergab ging - der 27-Jährige zählt regelmäßig zu den stärksten Spielern der Norddeutschen. "Aber meine guten Leistungen bringen mir nichts, wenn wir Letzter sind."

Ob sich der 33-fache Teamspieler (4 Tore) die Werder-Misere noch lange antut, ist offen. Sein Vertrag läuft mit Saisonende aus, eine Einigung auf eine Verlängerung gab es bisher nicht. Selbst ein Abschied im Jänner-Transferfenster scheint nicht mehr ausgeschlossen. "Für mich zählt jetzt nur der Fußball. Ich werde bis Winter mit meiner Entscheidung warten."

Vorerst bietet der Aufenthalt beim Nationalteam eine willkommene Abwechslung. "Ich kann jetzt vom Kopf her entspannen. Es ist gut, dass man wegkommt und etwas anderes sieht", sagte Junuzovic.