Erstellt am 24. April 2014, 10:13

Alaba hofft weiter auf CL-Finaleinzug. Trotz des 0:1 im Semifinal-Hinspiel bei Real Madrid hat David Alaba die Hoffnung auf den Champions-League-Finaleinzug seines FC Bayern noch lange nicht aufgegeben.

Im Rückspiel am kommenden Dienstag in München sei für den Titelverteidiger noch alles möglich, betonte Österreichs Fußballer des Jahres am Mittwoch nach dem Schlusspfiff im Estadio Santiago Bernabeu. Die Zuversicht, den Sprung ins Endspiel am 24. Mai in Lissabon zu schaffen, ist laut Alaba nach wie vor groß. "Wir glauben weiter daran. Der Trainer wird uns mitgeben, was wir brauchen", sagte der Wiener.

Coach Josep Guardiola hatte im Vorfeld eindringlich vor Real als weltweit stärkster Kontermannschaft gewarnt, und tatsächlich gerieten die Bayern bei schnellen Gegenstößen oft in Bedrängnis. Auch das Tor der "Königlichen" durch Karim Benzema fiel aus einem Konter. "Die Konter von Real sind nicht einfach zu verteidigen, die haben eben überragende Offensivspieler", meinte Alaba.

Der hohe Ballbesitz-Anteil seiner Mannschaft erwies sich am Ende als wertlos. "Wir haben das Spiel dominiert, doch nach dem 0:1 ist es schwer geworden, weil Real hinten gut gestanden ist. Und bei uns hat es mit dem letzten Pass nicht geklappt, das müssen wir im Rückspiel besser machen", forderte Alaba, der diesmal mit weniger guten Eindrücken aus dem Bernabeu-Stadion abreiste.

Vor zwei Jahren hatte der Wiener mit den Bayern in einer spektakulären Partie in Madrid den Finalaufstieg geschafft. "Das letzte Mal war es hier schöner", betonte Alaba. Wirklich enttäuscht sei er dennoch nicht, gab der ÖFB-Star zu Protokoll. "Unsere Leistung war im Großen und Ganzen okay. Jetzt wollen wir im Rückspiel einen draufsetzen."

Steigerungsbedarf bis Dienstag hat vor allem Franck Ribery - der Franzose geriet nach seinem Auftritt gegen Real noch stärker in die Kritik, was Alaba nicht verstehen kann. "Ich würde nicht sagen, dass er schlecht gespielt hat. Speziell in der ersten Hälfte haben wir ganz gut harmoniert. Der letzte Pass hat zwar gefehlt, aber bis zum Sechzehner haben wir kein schlechtes Spiel gemacht."

Weniger positiv äußerten sich deutsche Medien über Alabas Partner auf der linken Seite. Ribery wurde durch die Bank schlecht benotet, während die solide Leistung des ÖFB-Stars dementsprechend bewertet wurde. In der "Abendzeitung" etwa erhielt der 21-Jährige einen Dreier. "Musste die linke Seite dicht machen - doppelt schwer, weil Vordermann Ribery wenig nach hinten arbeitete. Nach vorne wenig zielstrebig", lautete die Einschätzung.

Die "Bild"-Zeitung schrieb über den mit einem Vierer benoteten Alaba: "Ließ sich von der Schludrigkeit seiner Verteidiger-Kollegen anstecken und schlug gefährlich über den Ball. Kann sich bei Neuer bedanken, der die folgende Ronaldo-Chance entschärfte. Allerdings auch mit zwei wichtigen Rettungen gegen Di Maria."