Erstellt am 07. Mai 2016, 18:04

Alaba mit Bayern zum vierten Mal in Serie deutscher Meister. Startrainer Pep Guardiola verlässt den FC Bayern und die Fußball-Bundesliga als deutscher Meister. Die Bayern machten vier Tage nach dem deprimierenden Champions-League-K.o. ihren 26. nationalen Titelgewinn im kleinsten Erstligastadion beim frechen Aufsteiger FC Ingolstadt mit einem hart erarbeiteten 2:1 (2:1) perfekt.

 |  NOEN, APA (AFP)

Für den zu Manchester City wechselnden Guardiola war es die dritte Meisterschaft im dritten Jahr, für die Münchner Startruppe mit ÖFB-Legionär David Alaba sogar der vierte Titel en suite - ein Novum in der deutschen Bundesliga. Nach dem Abpfiff bejubelten die Gäste ihr Meisterstück. "Deutscher Meister wird nur der FCB", skandierten lautstark die mitgereisten Anhänger.

Torjäger Robert Lewandowski war am Samstag vor 15.617 Zuschauern im ausverkauften Ingolstädter Sportpark Bayerns Meistermacher. Der Pole verwandelte in der 14. Minute einen umstrittenen Foulelfmeter und legte in einer intensiven Partie auch das 2:0 nach (32.). Es waren seine Saisontreffer 28 und 29 in der Liga. Damit steht Lewandowski vor dem Gewinn der Torjägerkrone.

Für die mutig agierenden Gastgeber verwandelte im letzten Heimspiel unter dem zu RB Leipzig wechselnden Trainer Ralph Hasenhüttl Torjäger Moritz Hartmann einen Foulelfmeter zum 1:2 (42.). Aufseiten der "Schanzer" spielten Tormann Ramazan Özcan und Linksverteidiger Markus Suttner durch. Lukas Hinterseer sorgte ab der 76. Minute dafür, dass drei ÖFB-Legionäre bei Ingolstadt auf dem Platz standen.

Alaba spielte diesmal wieder als Linksverteidiger durch und durfte sich über seinen insgesamt fünften Meistertitel (2010, 2013, 2014, 2015, 2016) mit den Bayern freuen. Damit zog er im Vergleich von ÖFB-Teamspielern mit Aleksandar Dragovic gleich. Dragovic gewann dreimal mit dem FC Basel die Schweizer Meisterschaft (2011, 2012, 2013) und zuletzt zweimal mit Dynamo Kiew in der Ukraine (2015, 2016). Je einen Titel-Hattrick im Ausland schafften Peter Persidis in Griechenland mit Olympiakos Piräus (1974, 1975, 1976) , Edi Krieger in Belgien mit dem FC Brügge (1976, 1977, 1978) und Kurt Jara in der Schweiz mit den Grasshoppers Zürich (1982, 1983, 1984).