Erstellt am 22. April 2015, 09:57

von APA/Red

Almauftriebe in Tirol sollen trotz Rinderseuche stattfinden. Trotz der Rinderseuche "IBR/IPV" sollen in Tirol die Almauftriebe wie geplant stattfinden.

Dies kündigte der für Landwirtschaft in der Landesregierung zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP) am Mittwoch an. Die Bekämpfung der Rinderkrankheit sei erfolgreich.

Österreich behalte den Status als amtlich anerkanntes IBR/IPV-freies Land und die damit verbundenen Handelsvorteile im Tierverkehr, informierte Geisler. Ende Jänner dieses Jahres wurde in einem Exportstall in Tirol die Rinderkrankheit IBR/IPV entdeckt.

Seuche aus dem Ausland eingeschleppt 

Die Seuche dürfte aus dem Ausland eingeschleppt worden sein. Um eine Ausbreitung der sogenannten Buchstabenkrankheit zu verhindern, wurde bundesweit ein umfassendes Bekämpfungsprogramm gestartet. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden in 26 Tierbeständen mehr als 300 Virusträger gefunden. Tirol war mit 175 infizierten Rindern in 18 Betrieben hauptbetroffen. Als eine der Hauptgefahrenquellen werden schlecht gereinigte Tiertransportfahrzeuge vermutet.

IBR/IPV ist eine durch Herpesviren hervorgerufene Krankheit, die unter Rinderbauern auch als "Buchstabenkrankheit" bekannt ist, und die oberen Atemwege der Rinder befällt. Mit IBR/IPV infizierte Rinder können Fieber haben, zeigen insbesondere Ausfluss aus Nase und Augen und neigen zu Aborten. Nach einer Infektion sind die Tiere lebenslang Virusträger. Bei Stress kann die Krankheit jederzeit wieder ausbrechen. Neben Österreich haben nur Bayern und Thüringen in Deutschland, Skandinavien, Südtirol, sowie die Schweiz den Status der von der EU amtlich anerkannten "IBR/IPV-Freiheit".