Erstellt am 07. November 2014, 14:48

von APA Red

Alpinist stürzte am Untersberg 60 Meter ab. Zu einem schwierigen Sucheinsatz sind 35 Salzburger Bergretter in der Nacht auf Freitag am Untersberg ausgerückt.

Ein 49-jähriger Alpinist hatte sich am Donnerstag am Dopplersteig im Nebel verstiegen und war rund 60 Meter abgestürzt. Mit seinem Handy holte er Hilfe. Die Dunkelheit und der Nebel erschwerten allerdings die Suche. Schließlich wurde der Verletzte gefunden und ins Tal gebracht.

"Wir hatten zumeist nur etwa fünf Meter Sicht"

Wie die Salzburger Bergrettung am Freitag informierte, war der Mann aus der Stadt Salzburg nach dem Absturz über felsiges Gelände in einer Bachrinne schwer verletzt liegen geblieben. Er dürfte sich neben Prellungen auch Wirbelverletzungen zugezogen haben.

Die Bergrettung Grödig wurde am Donnerstag nach 18 Uhr alarmiert. "Es war keine ungefährliche Suche", meinte Ortsstellenleiter Ernst Schörghofer, "denn wir hatten zumeist nur etwa fünf Meter Sicht. Obwohl wir ihn dann sogar rufen hörten, dauerte es doch einige Zeit, bis wir den Mann lokalisieren konnten."

Um 4.15 Uhr ins Unfallkrankenhaus gebracht

Die Bergretter seilten sich zu dem Verunglückten ab und bargen ihn aus dem steilen Gelände. Zwei Bergrettungsärzte und ein Notfallsanitäter der Ortsstelle leisteten am Berg Erste Hilfe. Schließlich wurde der Salzburger auf einer Trage liegend über den Dopplersteig abtransportiert. "Kein wirklich angenehmer Zustand für den Verletzten. Er war sehr tapfer", sagte Schörghofer.

Um 4.15 Uhr wurde der Verletzte dem Roten Kreuz übergeben und anschließend ins Unfallkrankenhaus Salzburg gebracht. Im Einsatz standen 35 Männer und Frauen der Bergrettung Grödig und der Stadt Salzburg sowie eine Alpinpolizistin.

Die Seilsicherungen an der Dopplerwand sind laut Bergrettung bereits offiziell entfernt worden. Der Steig sei dort wegen Vermurungen gesperrt. Aufgrund der fehlenden Seile in der Dopplerwand sei der Bergsteiger umgedreht und dürfte sich dann wegen der extrem schlechten Sicht durch Nebel verstiegen haben, vermuten die Bergretter.