Erstellt am 29. September 2014, 11:12

Alpinunfall mit fünf Verletzten in Hallstatt. Ein Unfall am weltweit ältesten Klettersteig, dem "Randkluftsteig" in Hallstatt hat am Sonntag fünf Verletzte gefordert. Eine 33-jährige Tschechin war mit ihrem 39-jährigen Lebensgefährten abgestiegen und ausgerutscht.

Sie riss ihren Begleiter und eine aus vier Landsleuten bestehende Seilschaft mit. Die Ermittlungen waren vorerst nicht abgeschlossen, so die Polizei.

Sechs Bergsteiger 80 Meter abgerutscht

Gegen 12.40 Uhr stiegen die Frau und ihr Freund vom Hohen Dachstein ab, das Quartett stieg zur selben Zeit über den Gletscher auf. Weil die Tschechin Schnee in ihren Steigeisen hatte, verlor sie den Halt. Der 39-Jährige wollte sie auf dem Gelände, das wegen der Schneeschmelze sehr steil ist, auffangen, wurde aber mitgerissen. Sie schlitterten auf ihre Landsleute zu und erfassten sie. Nach etwa 80 Metern kamen die sechs Bergsteiger zum Stillstand, die 33-Jährige setzte einen Notruf ab.

Ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe Gmunden, sieben Mann der Bergrettung Hallstatt, mehrere Mitarbeiter der Dachstein-Seilbahn und zwei Hubschrauber waren bei der Rettung im Einsatz. Der 39-Jährige, der bei dem Unfall schwere Verletzungen erlitten hat, wurde ins Krankenhaus geflogen. Seine Lebensgefährtin kam mit dem Schrecken davon. Die vier anderen Sportler wurden leicht verletzt nach Ramsau geflogen und von dort zur ambulanten Behandlung ins Spital gebracht.

"Randkluftsteig" ist ältester Steig der Welt

Der 1843 errichtete "Randkluftsteig", der als ältester Steig der Welt gilt, ist zwar kurz und rasch mit der Seilbahn erreichbar, aber eine hochalpine Tour. Der Einstieg befindet sich in 2.910 Meter Höhe, seit 2007 ist ein durchgehendes Sicherungsseil vorhanden. Sportler benötigen eine komplette Klettersteig- und Gletscherausrüstung.