Amstetten , Gresten

Erstellt am 25. Juli 2016, 14:52

von Stefan Obernberger

Kleinkind erlitt schwere Drogenvergiftung!. Erschreckender Zwischenfall im Bezirk Amstetten: Junge Eltern eines 22 Monate alten Mädchens aus Gresten (Bezirk Scheibbs) mussten Montagvormittag dramatische Momente miterleben, als sie in Günzing entlang der Ybbs spazieren wollten.

In Amstetten wurde das Mädchen zunächst behandelt, ehe es nach Linz geflogen wurde.  |  Christophorus 15 ÖAMTC; Fotomontage: NÖN

Auf einem Strand an der Ybbs wollte die Familie das schöne Wetter genießen. Die Eltern ließen in unmittelbarer Nähe ihre Tochter am Boden krabbeln. Dort dürfte eine Alu-Folie herumgelegen sein, an der das Mädchen leckte - darauf weißes Pulver. Drogenverdacht! „Vermutlich noch von einer dort stattgefundenen Beachparty am Wochenende“, mutmaßt ein Retter.

Tatsache ist: Als die Eltern bemerkten, dass sich ihr Kind plötzlich wesensverändert verhielt, weite Pupillen bekam und komisch zu zucken anfing, verständigten sie sofort die Rettung. Die Rettungskette wurde daraufhin rasch in Gang gesetzt.

Kleinkind auf Intensivstation

Nach der Erstversorgung im Landesklinikum Scheibbs wurde das Kleinkind vom Rettungshubschrauber Christophorus 15 aus Ybbsitz auf die Kinderabteilung nach Amstetten gebracht. Dort wurde im Zuge einer ersten Abklärung festgestellt, dass es sich bei den Drogenresten auf der Alufolie höchstwahrscheinlich um LSD oder Kokain gehandelt haben dürfte, die beim Mädchen eine schwere Vergiftung hervorgerufen hatten. Das Ärzteteam entschied sich daher für eine weitere Überstellung in eine Spezialklinik nach Linz.

Wiederum rückte das Notarztteam des C15 an und flog das Mädchen in die oberösterreichische Landeshauptstadt, wo es seither intensivmedizinisch betreut wird. Der Zustand des Kindes ist laut ersten Informationen stabil.