Erstellt am 11. Juli 2014, 12:12

von APA Red

Antrittsalter bei Alterspensionen steigt kaum. Die Pensionsmaßnahmen der Regierung haben zumindest bei den Alterspensionen noch kaum Wirkung entfaltet.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat am Freitag ein erstes Pensionsmonitoring vorgelegt, das bei den Alterspensionen von Jänner bis inklusive Mai gerade einmal einen Anstieg des Antrittsalters um 0,8 Monate zeigt. Es liegt damit fast unverändert bei 60,8 Jahren.

Leicht gesunken sind immerhin die Zuerkennungen bei der Hacklerregelung, wobei sich die deutliche Verschärfung dieser Langezeitversicherungsregelung wohl erst im Laufe des Jahres stärker zeigen wird. Angestiegen sind im Gegenzug die Zuerkennungen bei der klassischen Frühpension, der so genannten Korridorpension, sowie bei der Schwerarbeiterpension.

Dafür, dass des Ministers Angaben, wonach das Pensionsalter insgesamt heuer bereits um rund 8,5 Monate auf 58,8 Jahre in die Höhe gegangen ist, stimmen, sorgt die Invaliditätspension, bei der der Antritt um 16,6 Monate nach oben geschnellt ist. Verantwortlich dafür ist freilich zu einem guten Teil die Abschaffung der befristeten I-Pension, die nicht mehr in die Statistik fällt, da statt ihr ein Reha-Geld ausgezahlt wird. Zusätzlich verweist der Sozialminister auf Verschärfungen beim Tätigkeitsschutz.

Ausbaufähig erscheint das Modell Umschulungsgeld für jene, die nach medizinischer Rehabilitierung für neue Berufe ausgebildet werden. Derzeit gibt es lediglich neun Bezieher von Umschulungsgeld, bedauert Hundstorfer in einer Aussendung Umsetzungsprobleme.