Erstellt am 30. Juli 2014, 12:58

Arbeiter in Leibnitz stahlen tonnenweise Fleisch. Drei Männer sollen von Anfang 2013 bis Juli 2014 rund 115 Tonnen tiefgefrorenes Fleisch aus einem Betrieb in Leibnitz gestohlen und in Slowenien verkauft haben.

Dabei entstand für den Betrieb ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro, hieß es seitens der Polizei am Mittwoch. Ein 38-jähriger Angestellter aus Slowenien wird verdächtigt, im jenen fleischverarbeitenden Betrieb, in dem er arbeitet, Fleisch gestohlen zu haben. Von Jänner 2013 bis Juli 2014 soll er immer wieder tiefgefrorenes Schweinefleisch in einem Kühllager der Firma auf Paletten zum illegalen Abtransport vorbereitet haben. Ein Zulieferer der Firma soll das vorbereitete Fleisch schließlich im Zuge seiner Zustellungen mit dem Lkw zu einem Parkplatz an der Bundesstraße B 67 gebracht haben. Der 33-jährige Arbeiter soll die Ware dann einem 57-jährigen Slowenen übergeben haben. Dieser wird verdächtigt, dass Fleisch in einem Klein-Kühlwagen nach Slowenien gebracht und dort gewerbsmäßig verkauft zu haben.

Dass Ware fehlt, war der Firma bis Juli 2014 nicht aufgefallen. "Mitarbeiter bemerkten, dass plötzlich Fleisch für die Verarbeitung fehlte. Nach einer Inventur wurde festgestellt, dass 115 Tonnen abgängig waren. Daraufhin erstattete der Geschäftsführer Anzeige", sagte Revierinspektor Jürgen Ploder von der Polizei Leibnitz gegenüber der APA. "Der Verdacht fiel auf den 38-Jährigen, da er als Bereichsleiter jeden Morgen rund eine Stunde alleine im Lager verbrachte", meinte Ploder.

Am 24. Juli gelang es der Polizei, den 33-jährigen Zulieferer und den 57-jährigen Slowenen bei der Fleischübergabe auf dem Parkplatz in Landscha festzunehmen. Es wurden rund zwei Tonnen Schweinefleisch und Bargeld sichergestellt. Der 38-jährige Arbeiter wurde an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Die drei Männer zeigten sich bei den Einvernahmen umfassend geständig. Sie wurden in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert.