Erstellt am 26. Oktober 2014, 15:57

Arch verpasste als Vierter Air-Race-Titel. Der Steirer Hannes Arch hat seinen zweiten Air-Race-WM-Titel nach 2008 nicht geschafft. Der 47-jährige Lokalmatador belegte am Nationalfeiertag in Spielberg lediglich Platz vier. Der Titel ging erstmals an den 58-jährigen Briten Nigel Lamb, der Platz zwei belegte.

Das Finale der Air-Race-Weltmeisterschaft in Spielberg hat am Wochenende insgesamt 50.000 Besucher ins obersteirische Aichfeld gelockt. Die entscheidenden Läufe am Sonntag ließen sich 35.000 Fans nicht entgehen, womit die Veranstaltung ausverkauft war. Bei der Anreise zum Red Bull Ring gab es jedoch - wie erwartet - Wartezeiten wegen Staus.

Zu Verkehrsunfällen in den Rückstauungen war es vorerst nicht gekommen. Manche der Besucher mussten jedoch bis zu zwei Stunden in den Autos warten, bis sie auf den Parkflächen ankamen. Manche hatten auch andere Abfahrten von der S36, der Murtalschnellstraße, genommen und waren so auf falschen Wegen gelandet. Erleichterung gab es, nachdem der Veranstalter auf die Parkgebühren verzichtete, denn diese abzukassieren hatte zusätzlich für Stau bei den Parkplatz-Einfahrten gesorgt.

"Familientag in Spielberg"

Die Fans zeigten sich insgesamt diszipliniert: "Der Nationalfeiertag ist ein richtiger Familientag hier in Spielberg geworden. Keine Exzesse, nur gute Stimmung", sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig auf APA-Anfrage. Das Rote Kreuz hatte sowohl am Samstag als auch am Sonntag etwas mehr als ein Dutzend kleinere Einsätze, aber keine tragischen Fälle zu verzeichnen. Die Polizei korrigierte im übrigen ihre Zahlen vom Samstag und meldete rund 15.000 Zuschauer beim Qualifying.

Besondere Unterstützung von den Tribünen gab es für Lokalmatador Hannes Arch, der mit großen weißen Lettern auf rotem Hintergrund mit "Go Hannes" angefeuert wurde. Insgesamt hatten sich knapp 220 Journalisten aus der ganzen Welt für das Air Race-Finale in der Steiermark akkreditiert. Unter den prominenten Gästen waren Tennisass Thomas Muster, Ex-Skispringer Thomas Morgenstern sowie Segel-Olympia-Sieger Hans Peter Steinacher. Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz ließ sich als Hausherr das Finale ebenfalls nicht entgehen.