Erstellt am 16. Juni 2014, 02:16

Argentinien schlug Bosnien 2:1. Argentinien, einer der meistgenannten Topfavoriten auf den Gewinn der Fußball-WM, ist am Sonntag (Ortszeit) erfolgreich ins Turnier gestartet.

Der zweifache Weltmeister setzte sich zum Auftakt der Gruppe F in Rio de Janeiro ohne großen Glanz mit 2:1 (1:0) gegen Bosnien-Herzegowina durch.

Trotz eines frühen Eigentores von Sead Kolasinac (3.) blieben die Argentinier gegen den WM-Debütanten blass, das Tor von Lionel Messi (65.) löste nur kurz die Verkrampfung. Im Finish wurde es nach dem Anschlusstreffer von Vedad Ibisevic (85.) noch einmal brenzlig. Im zweiten Match der Gruppe treffen am Montag (21.00 Uhr) der Iran und Nigeria aufeinander.

Argentinien und Bosnien weihten bei dieser WM das legendäre Maracana-Stadion ein. Die größte Arena der Endrunde, im brasilianischen Fußball fast ein Heiligtum, war diesmal ganz in Blau-Weiß, den Farben von Erzrivale Argentinien, getaucht.

Und die zehntausend mitgereisten Argentinien-Fans durften übers bisher früheste Tor der laufenden WM jubeln. Ein Freistoß von Lionel Messi von der rechten Seite wurde von Marcos Rojos Kopf verlängert, der bosnische Verteidiger Sead Kolasinac stand am falschen Ort und bugsierte den Ball ins eigene Tor.

Es war im elften WM-Match bereits Eigentor Nummer drei. Die Bosnier, bei denen Sturm-Graz-Legionär Anel Hadzic auf der Ersatzbank saß, antworteten mit einer ersten Chance von Izet Hajrovic, dem sich Goalie Sergio Romero mutig entgegenwarf (13.).

Die Argentinier verwalteten die knappe Führung gemächlich im Schongang. Messi und Co. traten offensiv kaum mehr in Erscheinung und wurden für ihre Passivität kurz vor der Pause fast bestraft. Bei einem Kopfball von Senad Lulic schlüpfte aber Romero neuerlich in die Retterrolle (41.).

Nach dem Seitenwechsel wurde das Match ein wenig lebendiger, die Bosnier probierten es mit zwei Hajrovic-Schüssen (50., 54.). Für Messi lief es aber weiter nicht wirklich rund, nach einem Freistoß weit übers Tor gab es für den Ausnahmekicker sogar Pfiffe (64.).

Allerdings nur wenige Sekunden. Denn dann traf Argentiniens Nummer 10 nach schnellem Antritt und kurzem Dribbling in typischer Manier von der Strafraumgrenze via linker Innenstange zum 2:0 (65.). Für den 26-Jährigen war es sein zweiter WM-Treffer, den ersten hatte er 2006 beim 6:0 gegen Serbien und Montenegro erzielt.

Doch Bosnien gab nicht auf und kam im Finish zum Anschlusstreffer. Nach Lochpass von Lulic rollte Ibisevic den Ball durch die Beine von Romero zum 1:2 ins Tor (85.). Die Argentinier verließen jedoch das Finalstadion der WM als Sieger.