Erstellt am 11. Dezember 2015, 21:31

Assad zu Verhandlungen mit Opposition bereit. Syriens Präsident Bashar al-Assad hat erneut seine Bereitschaft erklärt, Gespräche mit der Opposition aufzunehmen.

Er werde aber auf keinen Fall mit "Terrorgruppen" verhandeln, sagte Assad in einem am Freitag veröffentlichten Interview der spanischen Nachrichtenagentur EFE. Der 50-Jährige betonte auch, er werde sein Land unter keinen Umständen verlassen.

Assad besteht darauf, der Bekämpfung der "Terroristen" oberste Priorität einzuräumen. Allerdings stuft sein Regime praktisch alle ihre Gegner als "Terroristen" ein. Nach einer Kapitulation der bewaffneten Rebellengruppen wolle er mit seinen Gegnern Gespräche aufnehmen - und zwar "mit einer wirklichen, nationalen und patriotischen Opposition, die ihre Wurzeln in Syrien hat und nur Beziehungen zu Syrern unterhält, und nicht zu irgendeinem anderen Staat oder Regime in der Welt", wie er EFE sagte.

Verhandlungen mit bewaffneten Gruppen lehnte Assad ab. "Für uns in Syrien ist jeder, der eine Maschinenpistole trägt, ein Terrorist", sagte er. Den USA und Saudi-Arabien warf Assad vor, Terrorgruppen an den Friedensverhandlungen für sein Land beteiligen zu wollen.Den USA und Saudi-Arabien warf Assad vor, Terrorgruppen an den Friedensverhandlungen für sein Land beteiligen zu wollen.

Bei drei Bombenanschlägen in einem von der Kurden-Miliz YPG kontrollierten Gebiet im Nordosten Syriens wurden indes offenbar mindestens 22 Menschen getötet. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, berichtete die Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte am Freitag. Für die Anschläge in der Stadt Tel Tamer am Donnerstag seien drei Autobomben verwendet worden.

Eine sei in der Nähe eines Gesundheitszentrums explodiert, eine andere auf einem Gemüsemarkt. Die YPG-Miliz kämpft mit Unterstützung einer von den USA angeführten Allianz gegen die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien.

Der Bürgerkrieg hatte 2011 mit der brutalen Unterdrückung von Protesten gegen das Assad-Regime begonnen. Mehr als 250.000 Menschen kamen seither ums Leben. Nach Angaben der Vereinten Nationen gibt es mehr als 13 Millionen Vertriebene. Über die Hälfte aller Krankenhäuser, Schulen und Infrastrukturen seien zudem schon zerstört.