Erstellt am 21. November 2014, 11:16

von APA Red

Atomgespräche mit Treffen Kerry-Zarif fortgesetzt. Die Atomverhandlungen zwischen den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland und dem Iran gehen am Freitagvormittag mit einem Treffen zwischen US-Außenminister John Kerry und seinem iranischen Kollegen Mohammad Javad Zarif in den vierten Tag.

Auch der französische Außenminister Laurent Fabius wird zu Mittag in Wien erwartet. Zuletzt beklagten beide Konfliktparteien "zu wenig Flexibilität und Bewegung".

Auch Brite Hammond reist zu Gesprächen an

"US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Kollege Mohammad Javad Zarif hatten am gestrigen Donnerstag intensive Gespräche. Doch eine Annäherung und Fortschritte lassen auf sich warten", bedauerte ein westlicher Diplomat am Freitagvormittag gegenüber der APA. Die Frist für eine Einigung läuft am Montag, dem 24. November, um Mitternacht ab, eine Verlängerung scheint laut Insidern jedoch nicht ausgeschlossen.

Im Laufe des Freitag sind weitere Gespräche zwischen Kerry, Zarif und der Iran-Sonderbeauftragten der EU, Catherine Ashton, im Wiener Palais Coburg geplant. Zu Mittag soll Fabius in Wien landen.

Neben Fabius reist am Freitag auch sein britischer Amtskollege Philip Hammond zu den Atomgesprächen nach Wien. Dies bestätige ein hochrangiger US-Regierungsbeamter. John Kerry werde um 13.00 Uhr Fabius und Hammond zu Gesprächen treffen

Am Samstag kommt auch Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Wien. Auch Chinas und Russlands Chefdiplomaten wollen angeblich im Laufe des Wochenendes anreisen - ein mögliches Zeichen dafür, dass die Konfliktparteien eine Einigung für realistisch halten.

Entscheidung treffe "einzig und allein Khamenei"

Spekulationen, wonach Zarif für einige Stunden nach Teheran zurückreisen könnte, um sich mit dem Obersten Geistlichen Führer Ayatollah Seyed Ali Khamenei abzustimmen, hielten iranische Verhandlungskreise für unrealistisch.

Man stehe jedoch in engem Kontakt mit Präsident Hassan Rohani, dem Schlichtungsratschef Akbar Hashemi Rafsanjani und Khamenei. Die endgültige Entscheidung, wie weit Zarif dem Westen entgegenkommen kann, treffe "einzig und allein Khamenei", hieß es.

Die internationale Staatengemeinschaft verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Kernenergie nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück. Im Rahmen der Verhandlungen will der Iran auch die internationale Staatengemeinschaft davon überzeugen. Diese hat im Gegenzug für glaubhafte und überprüfbare Garantien zugesagt, die Sanktionen gegen Teheran schrittweise zu suspendieren.