Erstellt am 24. Oktober 2014, 15:39

von APA Red

Aufregung um "verdächtiges Paket". Wegen eines "verdächtigen" Pakets ist Donnerstagvormittag der Wiener Schwarzenbergplatz großräumig abgesperrt worden.

Weil in der Nähe des Fundortes das Botschaftsviertel liegt, wurde Bombenalarm ausgelöst. Rund eine Stunde später gab die Polizei Entwarnung, in dem Paket wurde kein Sprengstoff gefunden.

Buchhalter verständigte die Wiener Linien

Das etwa 30 mal 50 Zentimeter große Paket wurde von einem Buchhalter auf der Bank bei einer Straßenbahnstation entdeckt, als er auf die Linie 71 gewartet hatte.

Er nahm an, dass der Gegenstand von jemanden vergessen wurde, und verständigte die Wiener Linien. Nachdem dem Einsatzdienst das Paket, das von einem Versandhandel stammen dürfte, aber keinen Adressanten aufwies, verdächtig vorkam, wurde die Polizei verständigt.

Der Entschärfungsdienst des Innenministeriums rückte mit einem Fernlenkroboter - ein Telemax, Spitzname "Maxl" - an, um das Paket mit einer Kamera zu inspizieren. Nachdem nichts Verdächtiges entdeckt werden konnte, begab sich ein Beamter des Entschärfungsdienstes im Schutzanzug zu der Haltestelle. Mittels Röntgenuntersuchung wurde kein Sprengstoff festgestellt, schlussendlich öffnete der Polizist das Paket.

"Erhöhte Gefährdungslage" wegen Botschaftsviertels

Über den Inhalt hielt sich die Polizei bedeckt. Aus "taktischen Gründen" wollte die Exekutive keine Angaben dazu machen. Das Paket müsse nun untersucht und festgestellt werden, ob es vergessen, verloren oder dort bewusst hinterlegt wurde, sagte Sprecher Roman Hahslinger.

Aufgrund des nahe gelegenen Botschaftsviertels habe es sich um eine "erhöhte Gefährdungslage" gehandelt, so Hahslinger. Zuvor habe es allerdings keine Androhung gegeben. Bei dem Einsatz war aufgrund der großräumigen Absperrung rund 60 Beamte im Einsatz.