Erstellt am 18. April 2014, 12:55

Auftakt in B-WM als Schlüsselspiel für Österreich. Das erste Spiel der WM der Division 1A (B-WM) in Goyang/Südkorea gilt für die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft als Schlüsselspiel.

Mit einem Sieg am Ostersonntag (5.30 Uhr MESZ/live ORF Sport+) gegen die Ukraine würde die verjüngte und unroutinierte ÖEHV-Auswahl die realistische Chance auf die Rückkehr in die A-WM wahren, bei einer Niederlage wären die Aufstiegschancen nur noch gering.

"Das erste Spiel kann bereits richtungsweisend sein", erklärte Teamchef Manny Viveiros, der nach Olympia einen Umbruch wie noch nie einleiten musste. Der Austro-Kanadier ist mit 13 WM-Debütanten in die Vorstadt der südkoreanischen Hauptstadt Seoul gereist. Vom früheren Kader hat Viveiros nur noch wenige Führungsspieler zur Verfügung. In der Offensive baut der Teamchef vor allem auf Kapitän Thomas Koch und Torjäger Brian Lebler, hinter der völlig neu formierten Abwehr wird eine starke Leistung von Torhüter Bernhard Starkbaum gefragt sein. Der Einsatz von Stefan Geier ist wegen eines im letzten Testspiel gegen Ungarn kassierten Schlags fraglich.

"Ich hoffe, dass dieses Turnier für viele junge Spieler einen Unterschied für ihre Karriere macht. Das ist die Chance für junge Spieler aufzuzeigen und den nächsten Schritt zu machen", sagte Viveiros. Der 48-Jährige hatte 2012 in Ljubljana (B-WM) seinen WM-Einstand als Cheftrainer gegen die Ukraine gegeben, damals siegte Österreich mit 5:4. Vom damaligen Team sind aber nur noch acht Spieler wieder dabei. Die Voraussetzungen haben sich geändert, das Duell zwischen Absteiger Österreich und Aufsteiger Ukraine gilt nicht zuletzt deshalb als offen.

Die Ukraine war zwischen 1999 und 2007 Stammgast in der A-Gruppe und ist mit einer routinierten Mannschaft nach Südkorea gereist. Im erweiterten Kader scheinen neun Spieler von Donbass Donezk auf, dem Spitzenclub, der in der russischen KHL spielt. Der ehemalige NHL-Spieler Olexi Ponikarowski wird das Turnier aber ebenso verpassen wie Kapitän Ruslan Fedotenko, der in der Vorbereitung eine Knieverletzung erlitten hat.

Die politischen Probleme zwischen Russland und der Ukraine scheinen auf das Team keine Auswirkungen zu haben. Teamchef Andrei Nasarow, auch Trainer von Donbass Donezk, hat auch ethnische Russen im Kader, die Auswahl bereitete sich sowohl in Kiew als auch in Chabarowsk im fernen Osten Russlands vor. Die "Amtssprache" im ukrainischen Team ist russisch.

Nach der Partie gegen die Ukraine warten auf Österreich die asiatischen Außenseiter Japan (Montag) und Gastgeber Südkorea (Mittwoch), ehe es gegen Ungarn (Donnerstag) und Aufstiegsfavorit Slowenien (Samstag) geht.