Erstellt am 21. Mai 2014, 14:07

von APA/Red

Ausbildungspflicht soll ab 2016/17 kommen. Sozialminister Hundstorfer hat mit den Landeshauptleuten das Thema Ausbildungsverpflichtung besprochen, die ab dem Schuljahr 2016/17 kommen solle.

Pro Jahrgang würden rund 100.000 15-Jährige ihre Schulpflicht beenden. Von diesen machten 9.000 unmittelbar danach keine weitere Ausbildung. Um diese Zahl weitestgehend zu minimieren, solle die Ausbildungsverpflichtung eingeführt werden.

Die Art der Ausbildung sei dabei vollkommen egal, wichtig sei die Botschaft: "Mach etwas weiter", so Hundstorfer. Bei Menschen mit einer Facharbeiterausbildung betrage die Arbeitslosenquote sechs Prozent, bei jenen, die nur die Pflichtschule oder gar keinen Abschluss hätten, liege sie bei 20 Prozent. "Das ist die Relation, um die es geht. Die muss kleiner werden, die muss minimiert werden", erklärte der Sozialminister. Mit den Ländern gebe es bereits Programme für Jugendliche. Nun gehe es in die nächste Phase, die mit der Erstellung einer vertieften Studie begonnen werden soll.

"Es geht schlichtweg darum, nicht wegzuschauen, dass Jugendliche von Haus aus keine Ausbildung machen, sondern schlichtweg zu schauen, so viele als möglich in eine Ausbildung zu bringen", sagte Hundstorfer." Er sei "kein Illusionist: Wir werden nie 100 Prozent in eine Ausbildung bringen, das werden wir nicht schaffen." Aber der Prozentsatz derer, die eine Ausbildung machen, sollte "ein ganz hoher sein."

"Entscheidender Punkt für die Zukunftsentwicklung unseres Landes"

"Ohne Ausbildung heißt in Wahrheit programmierte Arbeitslosigkeit, heißt in Wahrheit programmierter Sozialhilfebezug - und das ist das, was wir nicht wollen", so Hundstorfer. Eine Ausbildungspflicht für die 15- bis 18-Jährigen sei für ihn "ein ganz, ganz entscheidender Punkt auch für die Zukunftsentwicklung unseres Landes, auch was den Arbeitsmarkt anlangt", sagte Landeshauptmann Pühringer. In Oberösterreich habe man bereits freiwillig eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, um Anreize zu schaffen.