Erstellt am 19. Mai 2014, 12:11

Autodiebstähle seit Gründung der Soko Kfz rückläufig. 2009 wurden noch 9.289 Kfz in Österreich als gestohlen gemeldet. Seit 2010 hat sich die Deliktzahl nach der Gründung der Soko Kfz auf ein weitaus niedrigeres Niveau eingependelt.

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Nach dem Tiefststand von 2012 mit 4.445 Fällen ging die Zahl 2013 wieder nach oben, wobei die 5.141 Fälle im Bereich der Jahre 2010 und 2011 lagen.

Die 2013 als gestohlen gemeldeten Fahrzeuge sind rund 0,8 Promille aller in Österreich zugelassenen Kfz. Besonders begehrt sind "deutsche Marken", hinter zwei Dritteln der geklärten Fälle standen ausländische Tätergruppen, vorwiegend aus Polen.

Der Kfz-Diebstahl zählt für das Bundeskriminalamt (BK) zu den sogenannten "Big Five" der Deliktsformen, die dazu noch Einbrüche, Gewaltdelikte sowie Cybercrime und Wirtschaftskriminalität umfassen. Der Verkauf von Einzelteilen bringt den Tätern dabei oft mehr Ertrag ein als ein ganzes Auto.

Seit Anfang Oktober 2009 ist die bei der Landespolizeidirektion Burgenland eingerichtete Soko Kfz der internationalen Automafia auf den Fersen. In einer Bilanz von Ende November 2013 gab der stellvertretende burgenländische Landespolizeidirektor Christian Stella an, dass seit Gründung die Ermittler in Zusammenarbeit mit Kollegen anderer Dienststellen 380 Täter ausgeforscht und 202 Verdächtige festgenommen haben.

Ende April dieses Jahres wurde ein weiterer spektakulärer Fall bekannt. 160 Autodiebstähle in Österreich und den Nachbarländern zwischen Sommer 2012 und April 2013 wurden einer ukrainischer Bande zugeordnet. In mehreren Ländern wurden 30 Personen festgenommen. Den Verdächtigen wurden damals 87 Taten zugeordnet, 17 Festnahmen gab es in Österreich, die erste erfolgte im Jänner dieses Jahres.

Die Banden gehen mittlerweile professionell vor. Moderne Autodiebe verfügen über Spezialgeräte, mit denen digitale Codes für Fahrzeugschlüssel ausgelesen und dann Schlüsselrohlinge "angelernt", sprich programmiert werden. Um Ortungssysteme auszutricksen, verwenden die Täter Jammer, die das Senden von Ortungsdaten unterdrücken.