Erstellt am 05. Dezember 2014, 13:13

Automatenknacker auf frischer Tat ertappt. Zwei am Donnerstag in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus erwischte Automatenknacker dürften für eine größere Serie derartiger Delikte verantwortlich sein.

Das sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger am Freitag. Die Verdächtigen waren im Zuge eines Polizeischwerpunkts in den westlichen Wiener Bezirken an der Ecke Mariahilfer Straße-Sperrgasse auf frischer Tat ertappt worden.

Neben dem Coup am Donnerstagabend gelten nun zumindest zwei weitere derartige Delikte als geklärt. Eines davon wurde am Montag in der Hernalser Hauptstraße verübt. Der Schaden beträgt mehr als 100.000 Euro. Nach Informationen der APA dürften aber einige Automateneinbrüche mehr auf das Konto der Verdächtigen gehen.

Aufnahmen von Überwachungskameras

Die Männer im Alter von 35 und 23 Jahren sollen sich mehrfach auf Aufnahmen von Überwachungskameras befinden, auf denen sie beim Aufbrechen weiterer Automaten zu sehen sind. Das hauptbetroffene Unternehmen soll sogar einen eigenen Sicherheitsbeauftragten engagiert haben, um den Verantwortlichen für die Serie das Handwerk zu legen.

Die Schwerpunktaktion der Polizei selbst fand am Donnerstag von 16.00 bis 22.00 Uhr statt. Insgesamt gab es sieben Festnahmen, neben den beiden Automatenknackern wurden in Penzing drei Männer mit zehn Werkzeugkoffern im Auto erwischt. Zumindest einer war als gestohlen gemeldet. Die Verdächtigen behaupteten, die Koffer auf einem Flohmarkt in Schwechat erstanden zu haben. Zwei von ihnen wurden vorübergehend festgenommen. Drei weitere Festnahmen erfolgten nach dem Fremdenrecht.

Die Aktion richtete sich vor allem gegen Dämmerungseinbrecher. An sechs Ausfallstraßen aus den westlichen Bezirken Wiens gab es Kontrollen im Straßenverkehr. Dabei wurden zwei Alko-Lenker erwischt, einer mit 0,58 Promille in der Heiligenstädter Straße. Der andere hatte mehr als 0,8 Promille und musste seine Lenkberechtigung abgeben. Dazu gab es 42 Anzeigen und 45 Organmandate. Vier Personen und 15 Autos wurden durchsucht, 298 Fahrzeuge kontrolliert. Außerdem stellten die rund 150 eingesetzten Beamten 264 Fahndungsanfragen.