Erstellt am 10. Dezember 2014, 08:59

von Freiwillige Feuerwehr

Bei Vermessung in Brunnenschacht gestürzt. Zu einer dramatischen Rettungsaktion kam es in den Dienstagnachmittagsstunden in Baden: Ein Mitarbeiter eines Vermessungsunternehmens war in einen über 6 Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt.

 |  NOEN, Stefan Schneider/BFK Baden
Ein Mann ist am Dienstag bei Vermessungsarbeiten in einen mehreren Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt. Ein Feuerwehrmann seilte sich zu dem Verunglückten ab und barg ihn mithilfe eines Rettungsgeschirrs. Der Verletzte wurde nach notärztlicher Erstversorgung ins Spital gebracht, berichtete das Bezirksfeuerwehrkommando Baden.

Der Unfall hatte sich gegen 16.00 Uhr auf einem unbewohnten Grundstück im Badener Ortsteil Weikersdorf ereignet. Nach Angaben seines Kollegen, der sofort Rettungskräfte alarmierte, war der Vermesser auf dem stark zugewachsenen Areal plötzlich im Boden verschwunden. Er dürfte den offenen Schacht in der Dämmerung übersehen haben.

Rettungsaktion mit Schiebeleiter und Abseilgerät

Neben der freiwilligen Feuerwehr Weikersdorf, die auch über eine Höhenrettungsgruppe verfügt, rückten ein Notarztteam und eine Polizeistreife aus Baden an. Aufgrund des Niveauunterschieds von drei Metern zur angrenzenden Straße wurde zunächst eine Schiebeleiter in Stellung gebracht, ehe für die Rettungsaktion direkt über dem Brunnen ein Dreibein mit einem Abseilgerät montiert wurde. Der Abgestürzte war ansprechbar, so die Feuerwehr.

Nach der ersten Stabilisierung und Schmerztherapie durch den Notarzt wurde der Verletzte mittels einer Rettungswanne (Schleifkorbtrage) über die vorbreitete Schiebeleiter zur Straße transportiert, wo er in den Notarztwagen verlegt wurde. Die gesamte Bergung dauerte eine dreiviertel Stunde.