Erstellt am 23. Juli 2015, 11:00

Bär in Kärnten bei Flucht durch eine Ortschaft gesichtet. In der Kärntner Ortschaft Förolach bei Hermagor ist in der Nacht auf Mittwoch ein Bär gesichtet worden.

 |  NOEN, APA (epa/Symbolbild)

Bärenanwalt Bernhard Gutleb bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Nachdem er einen Bienenstock geplündert hatte, war der Bär beim Queren einer Straße von einem Auto aufgescheucht worden. Das Tier lief auf der Flucht durch die kleine Siedlung, bevor es wieder verschwand.

"Dieser Bär ist seit ein, zwei Monaten in Kärnten", sagte Gutleb. Es handle sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ein drei bis vier Jahre altes Männchen. Genau werde man das nach der Analyse von Haaren wissen, die der Bär an einem Zaun, an dem er vorbeistürmte, verlor. In Kärnten leben acht bis zehn Bären, manche von ihnen sind schon lange in ihrem Revier, andere befinden sich auf der "Durchreise".

Dass die Tiere dabei an Ortschaften vorbeikommen, passiere regelmäßig, sagte der Bärenexperte. "Wir haben einen zersiedelten Lebensraum, alle 100 Meter steht ein Häuschen. Wo sollen die Bären denn queren?" Im Normalfall werden die Bären aber nicht gesehen, weil nachts niemand auf der Straße ist. "Dass der Bär gesehen wird und aus seiner Sicht in Probleme gerät, das ist selten. Die Leute, die ihn gesehen haben, hatten zehn Sekunden eine Gaudi. Der Bär hat wahrscheinlich noch immer Herzklopfen."