Erstellt am 02. Dezember 2015, 12:49

Bahnunfall im Semmering-Gebiet war Kollision. Der Bahnunfall im niederösterreichischen Semmering-Gebiet am Dienstag war nach ÖBB-Angaben auf eine Kollision zurückzuführen.

Ein Güterzug war demnach aus vorerst unbekannter Ursache zurückgerollt und mit einer nachfolgenden Hilfslok zusammengestoßen. Beide Triebfahrzeugführer erlitten Schocks. Einer wurde leicht verletzt, er erlitt u.a. Prellungen.

ÖBB-Sprecher Christopher Seif bezeichnete die Ermittlungen am Mittwoch auf Anfrage als "mühevolle Kleinarbeit". Der Unfallort im Pollereswand-Tunnel zwischen zwei Viadukten bzw. zwischen Breitenstein und Semmering sei "extrem schwer und nur über den Schienenweg zugänglich". Zudem hätten die geschockten Triebfahrzeugführer vorerst nicht einvernommen werden können.

Laut Seif waren zwei Güterzüge auf der Semmering-Bergstrecke unterwegs gewesen. Bei der vorderen Garnitur sei es aus ebenfalls vorerst ungeklärter Ursache zu einer Zugtrennung gekommen. Der nun zweite Teil samt Triebfahrzeug am Ende hätte nach Breitenstein zurückgeführt werden sollen.

Selbiges war mit dem nachfolgenden Güterzug geplant, für den dazu eine Hilfslok angefordert wurde. Noch ehe diese eintraf, rollte die Garnitur jedoch auf der Bergstrecke rückwärts. Die Kollision war die Folge.

Laut ÖBB-Sprecher Christopher Seif am Mittwoch ist die Fahrzeit mit Autobussen durch die niederösterreichisch-steirische Semmering-Tunnelkette nur "unwesentlich länger". Die Autobusse seien in den Abschnitten Gloggnitz - Mürzzuschlag (für den Fernverkehr) bzw. Payerbach-Reichenau - Semmering (für den Nahverkehr, Ausnahmen ebenfalls bis Mürzzuschlag) ohne Zwischenstopps unterwegs, betonte Seif.. Die Südbahnstrecke könnte im betroffenen Bereich (Breitenstein - Semmering) bis zu drei Wochen gesperrt, der Schienenersatzverkehr damit so lange aufrecht bleiben.

Die Autobusse seien in den Abschnitten Gloggnitz - Mürzzuschlag (für den Fernverkehr) bzw. Payerbach-Reichenau - Semmering (für den Nahverkehr, Ausnahmen ebenfalls bis Mürzzuschlag) ohne Zwischenstopps unterwegs, betonte Seif.

Die ÖBB gingen noch am Dienstagnachmittag davon aus, dass die Südbahnstrecke im Unfallbereich bis zu drei Wochen gesperrt bleiben wird. Es seien umfangreiche Aufräum- und Instandsetzungsmaßnahmen notwendig. Schieneninfrastruktur, Oberleitung und Signale müssten erneuert werden.

Ein Ersatzverkehr mit Autobussen wurde eingerichtet: für den Fernverkehr im Abschnitt Gloggnitz - Mürzzuschlag, für den Nahverkehr von Payerbach-Reichenau bis Semmering - einige Züge aus betrieblichen Gründen ebenfalls bis Mürzzuschlag, wie auf der ÖBB-Website informiert wurde.