Erstellt am 18. März 2015, 22:52

von APA/Red

"Barca" und Juve komplettierten CL-Viertelfinale. Der FC Barcelona steht zum achten Mal in Folge im Viertelfinale der Fußball-Champions-League. Die Katalanen schafften die neue Rekordmarke am Mittwoch durch ein Heim-1:0 gegen Manchester City. Juventus setzte sich bei Borussia Dortmund mit 3:0 durch.

Ivan Rakitic war in der 31. Minute der einzige Torschütze des Abends, in dem Barcelona noch zahlreiche weitere Torchancen vergab. Die Chance auf eine Wende vergab City vom Elfmeterpunkt: Barcelonas Torhüter Marc-Andre ter Stegen parierte in der 78. Minute einen Strafstoß von Sergio Aguero. Englands Club-Fußball ist im Viertelfinale der "Königsklasse" damit nicht vertreten.

Ebenfalls den Sprung in die Runde der besten acht schaffte Juventus Turin. Italiens Rekordmeister setzte sich bei Borussia Dortmund mit 3:0 (1:0) durch, nachdem Juve bereits zu Hause 2:1 erfolgreich geblieben war.

Carlos Tevez traf schon in der 3. Minute für die Gäste, Juventus kam danach kaum mehr in Verlegenheit und legte durch Alvaro Morata (70.) und erneut Tevez (79.) nach. Die Auslosung für die Viertelfinal-Duelle erfolgt am Freitag (12.00 Uhr) in Nyon.

"Citizens" setzten auf physische Härte

Barcelona legte vor 92.000 Zuschauern forsch los. Neymar traf bereits in der 6. Minute die Innenstange, der Ball kullerte an der Torlinie entlang ins Aus. Die Katalanen waren auch danach vor den Augen ihres ehemaligen Meistertrainers Pep Guardiola die klar gefährlichere Elf.

Allein Lionel Messi band oft mehrere Gegenspieler, so auch in der 31. Minute, als der Argentinier Rakitic fand, der mit einem Schupfer über den herausgeeilten City-Keeper Joe Hart vollendete.

City hatte seine Hoffnungen auf eine Wende auch auf die Rückkehr von Ex-Barca-Kicker Yaya Toure gestützt. Der Ivorer bemühte sich auch, das Spiel zu lenken, die Engländer fielen aber eher durch physische Härte auf. Bis zur 36. Minute sammelte City vier Gelbe Karten, Samir Nasri wandelte bei einer Attacke gegen Neymar am Rande einer Roten Karte. Der größte Unterschied offenbarte sich jedoch im Spiel der beiden Offensivreihen.

Ter Stegen parierte Aguero-Elfer

Während bei City Sergio Aguero oft allein auf weiter Flur ackerte, wirbelte Barcelonas "MNS"-Sturm mit Messi, Neymar und Luis Suarez in vielen Szenen durch die gegnerischen Reihen. Kurz vor der Pause traf Suarez nach Idealpass von Neymar ebenfalls Metall.

Jordi Alba und Messi sorgten unmittelbar nach Seitenwechsel für weitere Beschäftigung für den starken City-Schlussmann Hart. Auf der Gegenseite bewies aber auch Ter Stegen seinen Wert.

Der in der Liga nicht eingesetzte Deutsche entschärfte in der 78. Minute einen schwach geschossenen Elfmeter von Aguero. Dieser war zuvor von Gerard Pique im Strafraum zu Fall gebracht worden. Barcelona vergab danach noch weitere Möglichkeiten, das Ergebnis klarer zu gestalten. Für die Mannschaft von Luis Enrique steht am Sonntag im "Clasico" gegen Real Madrid nun der nächste Schlager am Programm.

Früher Schock für Kampl und Co.

Juventus schockte Dortmund bereits in der 3. Minute in der Person von Carlos Tevez. Der Argentinier zog aus rund 25 Metern praktisch aus dem Stand mit rechts ab, BVB-Keeper Roman Weidenfeller war vom platziert angetragenen Schuss überrascht.

Die Dortmunder mit dem Ex-Salzburger Kevin Kampl fanden danach keine Mittel, die Abwehr der Italiener in Verlegenheit zu bringen. Dabei musste Juve im Mittelfeld neben dem gar nicht erst nach Deutschland gereisten Andrea Pirlo (Wadenverletzung) nach 26 Minuten auch den angeschlagenen französischen Jungstar Paul Pogba vorgeben.

"Alte Dame" hielt Dortmund klar in Schach

Morata hätte das Duell für Juventus unmittelbar nach der Pause schon entscheiden können. Der spanische Angreifer scheiterte aber zweimal am glänzend parierenden Weidenfeller (50., 56.).

In der 70. Minute war es aber soweit: Tevez überlistete die Abseitsfalle der Deutschen und legte auf Morata quer, der nur noch einschieben musste. Damit hatten bei Juve beide Torschützen aus dem Hinspiel auch in Dortmund getroffen.

Tevez sorgte mit seinem sechsten Tor im laufenden Bewerb schlussendlich für eine klare Angelegenheit. Italiens Rekordmeister bleibt damit ein in Dortmund ungern gesehener Gast: In vier Heimspielen gegen Juventus hat die Borussia ebenso viele Niederlagen kassiert.