Erstellt am 03. April 2014, 12:28

bauMax: Republik verlängert Kredithaftungen nicht. Die von bauMax-Firmengründer Karlheinz Essl erhoffte Verlängerung der staatlichen Kredithaftungen in Höhe von 18 Mio. Euro ist wegen des EU-Beihilfenrechts nicht möglich und laufen damit Ende 2014 aus.

Karlheinz Essl will seine renommierte Sammlung mit 7.000 Kunstwerken an die Republik Österreich verkaufen, um die angeschlagene Baumarktkette bauMax zu retten.APA/HANS KLAUS TECHT  |  NOEN, APA/HANS KLAUS TECHT
Essl hatte gestern in der "ZIB2" von einer Verlängerung der Staatshaftungen "um ein oder zwei Jahre" gesprochen.

"Das Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz (ULSG) ist Ende 2010 außer Kraft getreten. Eine Verlängerung ist EU-beihilfenrechtlich nicht möglich", hieß es aus dem Finanzministerium.

Zu Jahresende 2013 existierten noch für 39 Unternehmen Staatsgarantien in Höhe von 392 Mio. Euro. Da die Laufzeit im ULSG mit fünf Jahren beschränkt ist und die letzte Haftungsübernahme Ende 2010 stattgefunden hat, wird die letzte Haftung Ende 2015 auslaufen.

"Man hilft vor allem dann, wenn man nicht darüber redet"

Wenig Details zur geplanten bauMax-Rettung sind gestern nach dem Runden Tisch zwischen Ministerien, Gläubigerbanken und Eigentümerfamilie an die Öffentlichkeit gelangt.

"Man hilft vor allem dann, wenn man nicht darüber redet und nicht in der Öffentlichkeit quatscht", sagte der involvierte Erste-Konzernchef Andreas Treichl heute im Ö1-Morgenjournal. bauMax-Lieferanten sowie die Beschäftigten würden bezahlt, Banken und Kreditversicherer hielten still, hieß es aus Branchenkreisen.