Erstellt am 13. Juli 2016, 15:35

Beach-Turnier in Klagenfurt mit ungewisser Zukunft. Das Beach-Volleyball-Turnier in Klagenfurt von 26. bis 31. Juli steht heuer ganz im Zeichen der Olympischen Spiele.

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Zahlreiche Athleten würden das Major noch als letzte Vorbereitung für das Großevent nutzen, sagte Organisator Hannes Jagerhofer am Mittwoch vor Journalisten. Die Zukunft des Turniers in Klagenfurt ist allerdings offen. Die Verhandlungen laufen.

Nicht ohne Grund hatte der Organisator auf diese beiden Turniere verwiesen - denn die Zukunft des Klagenfurter Beach-Volleyball-Events ist ungewiss. Auf Spekulationen, wie wahrscheinlich eine Austragung des Turniers in der Kärntner Landeshauptstadt im Jahr 2017 ist, wollte man sich am Mittwoch nicht einlassen.

Fakt ist aber, dass sowohl das Land Kärnten als auch die Stadt Klagenfurt sparen müssen - weshalb man auch den WM-Plänen für 2017, für die Jagerhofer eine Million Euro gefordert haben soll, eine Absage erteilt hat. "Kommende Woche wird ein runder Tisch stattfinden, bei dem wir ausloten werden, wie wir in Sachen Beach-Volleyball in die Zukunft schauen können", sagte die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ).

Im kommenden Jahr soll dann nicht mehr das Tourismusreferat der Stadt Klagenfurt, sondern der Tourismusverband die Geldsubventionen für das Turnier zur Verfügung stellen, sagte Mathiaschitz weiter. Von Land Kärnten, Stadt Klagenfurt und Kärnten Werbung soll es insgesamt nicht mehr als 400.000 Euro geben - ähnlich viel, wie etwa für den Ironman am Wörthersee. Zusätzlich werde Klagenfurt aber weiterhin Sachleistungen im Wert von mehreren 100.000 Euro zur Verfügung stellen.

"Ich will nicht über Summen und über Theorien reden", sagte Jagerhofer auf die Frage, ob dieser Betrag für die Ausrichtung eines Turniers in der bisherigen Größe reiche. Es steht nämlich auch die Möglichkeit im Raum, dass es 2017 eine "abgespeckte" Version des Sportereignisses in Klagenfurt geben könnte.

In sportlicher Hinsicht würden einige Teams das Turnier in Klagenfurt nutzen, um Olympia-Gegner genau unter die Lupe zu nehmen - auch wenn einige Teams bereits in Richtung Brasilien aufgebrochen sind. Die beiden österreichischen Olympia-Teams Clemens Doppler/Alexander Horst und Alexander Huber/Robin Seidl treten beide in Klagenfurt an.

Vor allem Doppler und Horst erwartet in den Vorrunden-Gruppen bei Olympia ein hartes Los. Sie treffen sowohl auf die amtierenden Weltmeister Alison/Bruno aus Brasilien als auch auf die starken Italiener Alex Ranghieri/Adrian Carambula. "Man kann gegen alle verlieren. Aber wenn wir auf einem konstant guten Niveau spielen, ist es auch möglich, gegen alle zu gewinnen", sagte Doppler.

Topmotiviert gaben sich auch Huber und Seidl. "Es ist ein Traum, bei Olympia dabei zu sein", sagte Seidl, während Huber vor allem seinem Heimevent in Klagenfurt Rosen streute: "Wenn es das Turnier hier in Klagenfurt nicht gegeben hätte, dann wäre ich vielleicht nicht hier. Denn als ich jünger war, war es immer mein Traum, einmal hier am Center Court zu stehen."