Erstellt am 18. Juli 2014, 20:06

Platz 17 für Xandi & Robin. Das dritte Top-10 Ergebnis auf der World-Tour in Serie wollten die Kärntner Xandi Huber & Robin Seidl beim Grand Slam in Den Haag (NED) diese Woche einholen.

Xandi Huber & Robin Seidl  |  NOEN, FIVB
Nach überstandener Qualifikation und Gruppenphase mussten sie sich heute in der Zwischenrunde den an Nr. 11 gesetzten Amerikanern Doherty/Lucena mit 0:2 (-19, -16) geschlagen geben und verpassten somit den Einzug ins Achtelfinale und den angestrebten Top-10 – Hattrick knapp.

In einer ausgeglichenen Partie konnten die beiden ihre Punktchancen zu selten nutzen, was letztendlich zur knappen Niederlage führte. Die nächsten Tage will das Duo nutzen um nach den harten letzten Wochen mental und körperlich wieder auf 100 Prozent zu kommen.

"Belastung war zu hoch"

Mitte nächster Woche starten sie dann zu Hause die Vorbereitung auf den Heim-Grand Slam in Klagenfurt. Etwas angeschlagen gingen Xandi & Robin heute in das Spiel um den Einzug ins Achtelfinale gegen Doherty/Lucena (USA).

Xandi laboriert schon seit Gstaad an einer Leistenzerrung, trotzdem war der Sieg zum Greifen nahe: „Ich hab mich letzte Woche in der Schweiz in irgendeinem Spiel die Leiste verrissen. Wir haben extra eine Physiotherapeutin nach Holland eingeflogen weil die Schmerzen im letzten Spiel in Gstaad doch stark waren.

In den ersten Spielen hier in Den Haag hab ich es dann nicht so gespürt, aber am Ende war die Belastung doch zu hoch. Ich war zwar nicht stark eingeschränkt, aber auch nicht hundertprozentig fit. Der Einzug in die Top-10 war trotzdem mehr als drinnen.

"Man darf sich nicht den kleinsten Fehler erlauben"

Im ersten Satz haben wir bei 19:19 eine große Chance ausgelassen, auf dem Niveau wird das eiskalt bestraft. Der zweite Satz war ein hin und her. Ein kleine unkonzentrierte Phase nach dem Technical Time-Out hat uns dann das Spiel gekostet.

Die zwei Amerikaner spielen zurzeit sehr gut, da darf man sich nicht mal den kleinsten Fehler erlauben. Ich glaub man hat uns schon ein wenig die Strapazen der letzten Wochen angemerkt heute. Das wichtigste ist jetzt, dass ich das mit der Leiste so schnell wie möglich in den Griff bekommen.

“Überzeugen konnten die zwei Kärntner wieder in der Qualifikation. Wie schon in Gstaad schafften sie mit einem 2:0 über Russland (Bykanov/Liamen) den Einzug in den Hauptbewerb. Und auch im ersten Gruppenspiel konnten sie einen Gstaad-Gegner ein weiteres Mal besiegen.

Das 2:0 gegen Vitor Felipe/Evandro (BRA) sollte am Ende für den Sprung aus der Gruppenphase reichen. Die weiteren Gruppenspiele gingen mit 0:2 gegen Herrera/Gavira (ESP) und 1:2 gegen Grimalt/Grimalt (CHI) verloren. Robin: „Die Siege gegen Russland und Brasilien waren super.

Hier waren die Bedingungen komplett anders als in Gstaad. Obwohl beide Teams auf Revanche aus waren haben wir die Siege aus der Schweiz bestätigt und gezeigt, dass wir sie immer schlagen können, egal ob im Wind oder im Regen. Gestern war dann nicht unbedingt unser Tag.

Wir haben nicht schlecht gespielt, aber einfach ein bisschen zu wenig gezeigt. Insgesamt war es aber eine gute Leistung und wir können mit Platz 17 zufrieden sein. Wir haben uns in den letzten 4 Wochen bis aufs Letzte ausgepowert und alles gegeben!“

Kleine Verschnaufpause vor Klagenfurt

Um wieder komplett fit zu werden bekam Xandi vom Trainer und von der Physiotherapeutin erst einmal ein paar Tage Pause verschrieben. Auch Robin wird die nächsten Tage nutzen um wieder zu Kräften zu kommen. Mitte nächster Woche beginnen die beiden dann gemeinsam die Vorbereitung auf das Saisonhighlight in ihrer Heimatstadt.

Statt beim Grand Slam in Long Beach (USA) anzutreten ist eine Trainingswoche mit einem französischen und einem argentinischen Team in Klagenfurt geplant.