Erstellt am 24. Juni 2015, 19:08

von APA/Red

Beginn des Euro-Finanzminister-Treffens verzögert sich. Der Beginn des möglicherweise entscheidenden Treffens der EU-Finanzminister zur Lösung der Griechenland-Krise dürfte sich deutlich verzögern.

Verhaltene Zuversicht bei Tsipras  |  NOEN, APA (epa)

Es gebe noch eine Menge ungelöster Probleme, verlautete aus der griechischen Delegation am frühen Mittwochabend in Brüssel. Bei EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dauerten die Vorverhandlungen auf Spitzenebene an. Am Tisch saßen unter anderen der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde.

Kein Ende absehbar

Es sei kein Ende dieser Runde absehbar, hieß es aus Diplomaten-Kreisen. Bevor diese Gespräche nicht fertig seien, werde die Eurogruppe nicht beginnen. Ein Knackpunkt sei, dass Athen eine Verlagerung der Schulden auf den Euro-Rettungsschirm ESM verlange. Das lehnten die Geldgeber ab. Das Treffen der Finanzminister war ursprünglich auf 19.00 Uhr angesetzt.

Laut Informationen der griechischen Seite gibt es unter anderem Differenzen bei der Mehrwertsteuer. Die Geldgeber forderten, dass der Satz für Restaurants auf 23 Prozent angehoben werde. Das sei ein großes Problem für das vom Tourismus abhängende Land. Der IWF wolle Kürzungen bei den Pensionen, aber keine Erhöhung der Unternehmensteuer, wie sie zuletzt die Griechen vorschlugen.