Erstellt am 24. April 2014, 23:18

Benfica schlug Juve mit 2:1. Der Einzug ins Finale im eigenen Stadion könnte für Juventus Turin zur Zitterpartie werden. Die Turiner mussten sich am Donnerstag im Halbfinal-Hinspiel der Fußball-Europa-League bei Benfica Lissabon mit 1:2 (0:1) geschlagen geben.

Der FC Sevilla dagegen befindet sich nach einem 2:0-Heimsieg im spanischen Duell mit Valencia auf Kurs. Die Rückspiele steigen am kommenden Donnerstag.

Juventus wartet seit 2003 auf ein Europacup-Finale. Das Endspiel am 14. Mai im eigenen Stadion ist das erklärte Ziel. Um dieses zu erreichen, schonte Trainer Antonio Conte zuletzt sogar in der Liga einige Stammkräfte. Die Ausgangsposition könnte dennoch eine bessere sein. Benfica darf nach Toren von Ezequiel Garay (2.) und Lima (84.) von der zweiten Finalteilnahme in Folge träumen. Juve gelang durch Stürmerstar Carlos Tevez zumindest ein Auswärtstor (73.).

Der frisch gebackene portugiesische Meister hatte die "Alte Dame" mit einem Blitzstart überrumpelt. Der Argentinier Garay traf nach einem Corner per Kopf. In der zweiten Hälfte spielten nur noch die Italiener - und wurden durch Tevez belohnt. Nach Pass von Kwadwo Asamoah und einer Körpertäuschung beendete der 30-Jährige eine bemerkenswerte Durststrecke. Seit mehr als fünf Jahren (7. April 2009 für Manchester United) hatte Tevez, in der Liga mit 18 Toren gewohnt sicher, keinen Europacup-Treffer erzielt.

Juve schien die Partie im Griff zu haben. Der alte und wohl auch neue italienische Meister ließ aber einige gute Gelegenheiten ungenutzt. Benfica dagegen war effektiv. Die "Adler", gut in die Partie gestartet, hatten nach der Pause nicht ein einziges Mal aufs Tor geschossen, ehe Lima den Ball unter die Latte knallte. Im Vorjahr hatten sich die Lissaboner erst im Europa-League-Endspiel Chelsea geschlagen geben müssen (1:2).

Sevilla hat den Vorgängerbewerb UEFA-Cup 2006 und 2007 gewonnen. Die Tür zu einem weiteren Finale steht weit offen. Der Kameruner Stephane Mbia (33.) und der Kolumbianer Carlos Bacca (36.) trafen vor der Pause innerhalb weniger Minuten. Dem ersten Tor, einem kuriosen Treffer mit der Ferse, war allerdings eine klare Abseitsstellung vorausgegangen.