Erstellt am 07. Dezember 2014, 11:36

von APA Red

Betrügerpärchen in Bank festgenommen. Ein Rip Deal (Vorauszahlungsbetrug, Anm.) ist am Donnerstag in einer Linzer Bank geplatzt: Ein rumänisches Pärchen - er 55, sie 22 Jahre alt - hatte sich als Wirtschaftsprüfer eines spanischen Investors ausgegeben und 400.000 Euro gegen Papierschnipsel ausgetauscht.

Die beiden wurden festgenommen, bestätigte die oö. Polizei am Sonntag auf APA-Anfrage Berichte von "Kurier und "Kronen Zeitung".

Entwendetes Geld unter der Achsel

Ein oö. Geschäftsmann hatte ein Sicherheitsunternehmen beauftragt, den vermeintlichen Investor für einen großen Immobiliendeal, bei dem es um insgesamt 20 Millionen Euro ging, unter die Lupe zu nehmen. Ein Spanier wolle ihm die Summe zur Verfügung stellen, hieß es.

Die angebliche Finanzspritze war an eine Bedingung geknüpft: An die Wirtschaftsprüfer sollten 400.000 Euro übergeben werden - zur Deckung von Spesen, Versicherungen und Provisionen. Die Scheine würden demnach in der Bank gezählt, in Kuverts versiegelt und dann im Tresor versperrt. Das Duo tauschte aber die zuvor verpackten Noten gegen gleichartige, mit Papierschnipseln gefüllte Pakete aus.

Kurz nachdem die beiden den Raum verlassen hatten, klickten bei ihnen die Handschellen. Das entwendete Geld hatte die Frau unter der Achsel eingeklemmt. Es werde noch ermittelt, erklärte die Polizei-Pressestelle. Sie kündigte weitere Informationen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft an.