Erstellt am 22. Mai 2014, 10:24

von APA/Red

Bewaffneter Banküberfall in Salzburg. In der Salzburger Innenstadt ist am Donnerstagvormittag die Spenglerbank in der Schwarzstraße überfallen worden.

 |  NOEN, Stefan Obernberger

Ersten polizeilichen Angaben zufolge bedrohten zwei Männer vier anwesende Angestellte mit vorgehaltener Waffe und forderten Geld. Sie erbeuteten offenbar eine erhebliche Summe an Bargeld und flüchteten auf einem Motorrad. Verletzt wurde niemand.

Der Überfall in dem privaten Geldinstitut nahe des Staatsbrückenkopfes ereignete sich um circa 9.15 Uhr. Kunden waren laut Polizei-Sprecher Anton Schentz nicht in der Bank. Die Räuber, die gelbe Arbeitshandschuhe und offensichtlich zur Tarnung eine dunkle Perücke trugen, forderten die Mitarbeiter in englischer Sprache auf, sich auf den Boden zu legen. Einer der beiden Täter sprang über ein Pult, forderte Geld und bediente sich ersten Informationen zufolge selbst mit Banknoten. Ein Angestellter habe den Mann mit der Hand abwehren wollen, es aber dann vernünftiger Weise bleiben lassen und den Aufforderungen Folge geleistet, sagte Schentz.

Auf Motorrad geflüchtet

Nach dem Überfall setzten sich die Täter zu zweit auf ein schwarzes Motorrad und machten sich aus dem Staub. Es wurde ein Alarm ausgelöst. Die Polizei leitete eine Großfahndung mit Hubschrauber-Unterstützung ein. Die "Kawasaki" wurde wenige später in der Stadt Salzburg sichergestellt. Das Kennzeichen mit der Nummer "S-5IHZ" war so wie auch das Zweirad vermutlich gestohlen worden.

Einer der beiden Täter war über 1,85 Meter groß und schlank. Er trug einen schwarzen Regenmantel und eine Brille mit Hornfassung. Schätzungen zufolge dürfte er um die 35 Jahre alt sein. Sein Komplize war etwas kleiner und etwas älter. Er könnte um die 45 Jahre alt sein. Er hatte eine schwarze Baseballkappe aufgesetzt, war ebenfalls mit einem Überzugmantel bekleidet und trug einen grau melierten Bart, der laut Polizei echt sein könnte. Seine Sportschuhe wiesen auffällig rote Schuhbänder und eine weiße Sohle auf.

Die Räuber sprachen untereinander nicht in englischer, sondern vermutlich in einer slawischen Sprache. Diese von Zeugen geäußerte Vermutung wurde von der Polizei noch nicht verifiziert. Ein Täter hatte während des Überfalls eine blaue Umhängetasche mit Zippverschluss getragen, die offenbar aus Stoff bestand und mit einem Schulterschutzeinsatz ausgestattet war. Die genaue Höhe der Beute war vorerst nicht bekannt.