Erstellt am 15. November 2014, 19:14

von Philipp Kienzl

Bluttat in Niederösterreich: Frau (31) tot aufgefunden. In Leobersdorf (Bezirk Baden) ist Samstagfrüh eine Bluttat entdeckt worden: Ein Mann hatte zuvor bei der Polizei Anzeige erstattet, dass eine Frau tot sei. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Spezialisten der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes NÖ sicherten die Spuren in dem Leobersdorfer Reihenhaus.  |  NOEN, Philipp Kienzl
In der Nacht auf Samstag wurde die 31-jährige Vanessa C. Opfer einer Bluttat. Es handle sich vermutlich um ein Gewaltverbrechen, sagte Polizeisprecher Thomas Heinreichsberger.



Der mutmaßliche Täter Markus G. (29), der laut Informationen auch der Ex-Freund des Opfers sein soll, zeigte die Tat, die sich in den frühen Morgenstunden abgespielt haben dürfte, selbst bei der Polizeiinspektion Leobersdorf an. Zuvor wandte er sich an seine Mutter, wie aus gut informierten Kreisen zu erfahren war.

Obduktion angeordnet

Wie die junge Frau ums Leben kam, steht derzeit noch nicht fest, die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ordnete eine Obduktion der Leiche an.

Bis zum Abend wurde Markus G. von Kriminalisten verhört, wie Erich Habitzl, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, bestätigte. Er soll polizeibekannt sein und bereits mehrjährige Haftstrafen verbüßt haben. Offiziell wollte das bis zum aktuellen Zeitpunkt noch niemand bestätigen.

Im Zuge der Einvernahmen habe der Mann die Bluttat gestanden, so Heinreichsberger.

Nachbar wollte helfen

Vanessa C. galt als unauffällig, erst vor eineinhalb Jahren zog sie nach Leobersdorf. „Sie hat den Kontakt mit den Nachbarn gemieden, sonst ist uns nichts aufgefallen. Heute früh hat wieder einmal ihr Hund gebellt. Ich habe mir nicht viel dabei gedacht“, schildert Anrainer Ernst Pock (62).

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Er wohnt direkt gegenüber der Wohnhausanlage, in der die Tat passiert ist. Als wenig später der Feuerwehr-Pager seines Sohnes losging, wurde er hellhörig. „Es ging um eine Türöffnung“, sagt Pock zur NÖN. „Er ist sofort hinübergeeilt, aber die Polizei war schon da. Er wollte helfen, aber es kam jede Hilfe zu spät...“